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R U N D S
C H R E I B E N 04 / 2005 |
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1.1.
Bericht über die Weltmeisterschaften der Frauen (Bodybuilding, Fitness,
Body Fitness) 22.-26.09.2005
St.Susanna/Spanien):
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Die seit 2 Jahren in Österreich lebende Top Athletin Jana Linke-Sippl, sie stammt aus Neustadt/Orla, einer Kleinstadt in
Thüringen (ehemaliges Ostdeutschland) – war Österreichs einzige
Vertreterin bei den diesjährigen Weltmeisterschaften. Jana
trainiert bereits seit 15 Jahren und möchte ihr Traumziel, eine
IFBB – Profilizenz und in weiterer Folge eine Teilnahme beim Miss
Olympia so bald wie möglich erreichen und wird Österreich auch –
Qualifikation vorausgesetzt – bei der Masters WM in Budapest
vertreten. Wie die bereits auf der Homepage des ÖABBV-IFBB/Austria
veröffentlichten Fotos von Jana anlässlich des
Qualifikationswettkampfes für die WM beweisen, war sie in
absoluter Topform und konnte sich zu Recht Hoffnungen auf den
Titel machen. Die sympathische Sportlerin verfügt über ein „complete
package“, als Highlights sind ihre außergewöhnlich gut ausgeprägte
Oberarmmuskulatur sowie die fantastische Beinentwicklung zu
nennen. Insgesamt verfügt sie über eine sehr ausgewogene
Körperentwicklung bei sensationeller Definition.
In St. Susanna
traf Jana auf stärkste internationale Konkurrenz insbesondere die
mehrfache Welt- und Europameisterin Aurelia Grozajova aus der
Slowakei, die regierende Europameisterin Elena Shportun aus
Russland sowie die frisch gebackene World Games Siegerin Agnieszka Ryk aus Polen. Wenn man an Jana etwas kritisieren kann, dann ist
es die etwas schüchterne Bühnenpräsenz, für die es allerdings
keinen erkennbaren Anlass gibt, beim nächsten Antreten wäre eine
etwas geringere Zurückhaltung empfehlenswert. Sehr zu ihrem Ärger
und ihrer Enttäuschung belegte sie den 5. Platz, obwohl dies ein
Ergebnis ist, mit dem jede andere Athletin zufrieden wäre –
schließlich handelt es sich um einen Finalplatz bei einer
Weltmeisterschaft, wo die Konkurrenz immer am Stärksten ist.
Hinzukommt, dass sie ausschließlich gegenüber international
renommierter Konkurrenz das Nachsehen hatte, selbst die viert
Platzierte Carla Cabau aus Italien ist regierende
Vizeeuropameisterin. Nicht recht nachvollziehbar war die Umsetzung
der Bewertungsrichtlinien für Frauen Bodybuilding durch die
Kampfrichter. Hier kommt es nämlich nicht in erster Linie auf
weibliche Attraktivität an, wie dies etwa bei der Body Fitness
Klasse der Fall ist, sondern auf Muskelmasse, Definition,
Symmetrie und Harmonie. Unter diesen Gesichtspunkten ist
unverständlich, wie der nicht besonders massigen, ebenso wenig
harmonischen, jedoch blendend definiert Polin Agnieszka Ryk der
Weltmeistertitel zuerkannt werden konnte. Bei Carla Cabau mögen
die Kampfrichter vielleicht von einer vordergründigen erotischen
Ausstrahlung beeindruckt worden sein, welche in einem hinreißenden
Posing blendend zur Geltung kam, bei dieser Athletin stört aber
immens ein vorstehender Bauch, wie man ihn etwa bei männlichen
Profibodybuildern als „Schildkrötenbauch“ kennt.
Aurelia Grozajova
präsentierte sich in der üblichen, exzellenten Form, ihr 3. Platz
war ebenfalls eine – jedenfalls für die Slowaken – negative
Überraschung. Die 2. Platzierte Russin, Elena Shportun, hatte zwar
eine weibliche Figur und war nicht besonderes definiert, mit
dieser Form wäre sie aber in der Body Fitness Klasse besser
aufgehoben gewesen. Vielleicht waren den Kampfrichtern die
ausgeprägte Muskulatur und Definition unserer Athletin zu
imposant, als dass sie ihr eine bessere Platzierung zuerkennen
hätten können. Trotzdem kam unter dem Strich für Jana eine
exzellente Finalplatzierung heraus, auf die sie stolz sein kann –
herzliche Gratulation!!!
Mit über 45 teilnehmenden Ländern und rund 170 teilnehmenden
Athletinnen und Athleten war die WM ein großer sportlicher Erfolg,
St. Susana als Zentrum des Frauen Bodybuilding und Fitness Sports
hat sich bereits als Fixpunkt in unserem Sport etabliert und ist
damit zu rechnen, dass in den nächsten Jahren eine weitere
Ausweitung der Veranstaltung stattfindet.
Einmal mehr zeigte sich die Vormachtstellung osteuropäischer
Athletinnen, wobei man die Leistungen der Athleten unseres
Nachbarlandes Deutschland dem gegenüber besonders hervorheben
muss. Mit Natalie Falk, Rosana Muller, Dorota Szczesna
und Regiana
da Silva konnte der osteuropäischen Phallanx Paroli geboten
werden, Regiana da Silva gelang sogar der – hoch verdiente –
Weltmeistertitel.
Keine Expansion war in der Klasse Männer Fitness festzustellen,
obwohl sich der Spanier Adrian Christian Ghit, gegen Frantisek
Bartos und Tomasz Pietras durchsetzte.
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1.2. Grand Prix Pepa/Opava 2005 05.11.2005 Opava / Tschechische Republik: |
Am 05.11.2005 findet der 27. Grand Prix Pepa/Opava in Opava
Silesian Theater in Opava/Tschechische Republik statt. Athleten,
die an diesem Wettkampf teilnehmen wollen mögen sich bitte
unverzüglich beim Präsidenten des ÖABBV-IFBB/Austria Mag. Axel
Bauer, Strohgasse 16/10, 1030 Wien, Tel.: 0043 1/ 710 54 990,
Email Adresse: axel.bauer@chello.at melden. Es wird darauf
hingewiesen, dass eine Teilnahme an diesem Wettkampf nur möglich
ist, wenn vorher eine Startgenehmigung durch den Vorstand des ÖABBV-IFBB/Austria erteilt ist. Nähere Informationen zu diesem
Wettkampf findet man unter der Internetadresse:
http://www.pepasport.cz
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II. Mustafa Mohammad und
Susanne Niederhauser – große sportlicher Erfolge im Profilager: |
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2.1.
Susanne Niederhauser und Mustafa Mohammad konnten sich bei den
letzten Profiwettkämpfen der IFBB in Amerika blendend in Szene
setzen. Mustafa Mohammad belegte beim Bulk Nutrition’s Charlotte
Pro den ausgezeichneten 4. und bei der Europa Supershow in Arlington Texas
den 5. Platz. Beachtenswert ist vor allem auch die
Tatsache, dass Mustafa Mohammad erstmals als Österreicher in der
Ergebnisliste für den Profiwettkampf „Bulk Nutrition´ s Charlotte
Pro“ geführt wurde, wohin gegen er bei der Europa Supershow in
Arlington/Texas noch als Jordandier geführt wurde.
Mustafa Mohammad bestach schon bei der 2005 IFBB Europa Supershow
mit blendender Harmonie und Ästhetik immer spektakulärer wird
seine Oberkörperentwicklung, vor allem im Bereich der Schultern
und der Oberarme. Da seine Vorbereitung aber ganz auf den Mr.
Olympia ausgerichtet war, war er bei der Europa Supershow noch
nicht richtig trocken. Deutlich erkennbar war ferner eine
signifikante Verbesserung seiner Rückenmuskelentwicklung. Die
Beine muss er nicht mehr mit schweren Gewichten trainieren und
kann sich ganz auf die Definitionsentwicklung konzentrieren. Beim
Charlotte Pro zeigt er eine deutliche Formsteigerung vor allem
bedingt durch eine wesentlich bessere Definition, verblüffend war
lediglich, dass er Athleten wie George Farah vor sich hatte,
welche nicht annähernd seine Klasse hatten. Berücksichtigt man die
neue Wertungsrichtlinie im Profibodybuilding (IFBB PRO ADVISORY
NOTICE 2005-001-Symmetry & natural Aesthetics) dann müsste dies zu
einer deutlich besseren Bewertung von Mustafa führen, da er gerade
Symetrie und eine natürlich ästhetische Gesamterscheinung zu
seinen Stärken zählen kann, diese Attribute findet man beim Sieger
dieser beiden letzten IFBB Pro Wettkämpfe vor dem Mr. Olympia,
Branch Warren, nicht.
2.2.
Susanne Niederhauser erreichte bei der Europa Supershow in Arlington/Texas in der Leichtgewichtsklasse den hervorragenden 3.
Platz und musste sich nur den Amerikanerinnen Tonja Williams und
Antoinette Norman geschlagen geben.
Sie kämpft mit dem gleichen Problem wie Mustafa. Von der Ästhetik
Harmonie und Symmetrie ist sie zweifellos eine der schönsten, wenn
nicht gar die schönste Profibodybuilderin. Jene Muskelmasse und
Definition, die bei den Spitzenathletinnen auf dem Profisektor
derzeit gebracht wird, erscheint für sie aber unerreichbar und
zwar nicht zu letzt aus dem Grund, dass sie so extrem nicht
aussehen will. Deswegen überlegt Susanne Niederhauser den Wechsel
in die Body Fitness Klasse.
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Mit sportlichen Grüßen
Mag. Axel
Bauer Günther Schulz
Erwin Zimmermann
Präsident Schriftführer
e.h. Kassier e.h.
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