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1.
Nationale Meisterschaft Frühjahressaison |
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1.1. Int. Großer Preis
von Österreich 22.04.2006 Wels / Oberösterreich |
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Über 50 Athletinnen und Athleten einschließlich zahlreicher Gäste
aus Ungarn, Slowakei, Tschechischer Republik und Deutschland und
viele österreichische Top Athleten nahmen an dieser Veranstaltung
teil, die sich in den letzten Jahren zum Highlight der
Österreichischen Bodybuilding and Fitness Szene entwickelte. Auch
dieses Jahr war die Meisterschaft vom Oberösterreichischen
Landesverband wieder perfekt organisiert worden, eine wahre
Zitterpartie war nur das Kommen des Gaststars, Darrem Charles, bis
zu letzt war nicht klar, ob es Darrem nach Österreich schaffen
würde, nachdem die Herstellung seines Visums mehrere Wochen beim
österreichischen Konsulat in Washington in Anspruch nahm. Als der
Vorstand des ÖABBV-IFBB/Austria schon daran ging ein Notprogramm
zu entwickeln wurde es gewiss, dass es Darrem doch geschafft
hatte. Sein Gastauftritt zählte zweifellos zum Besten, was man in
den letzten Jahren gesehen hatte, er war nicht nur in sehr guter
Form, sondern präsentierte sich – wie gewohnt – in einer
beeindruckenden Posing Choreographie, an deren Ende er in die
Zuschauerränge hinter stieg und dort vom Publikum frenetisch
angefeuert seine besten Posen zeigte.
Beide Juniorenklassen (bis 75 kg und + 75 kg) waren stark besetzt,
insbesondere mit ausländischen Athleten. In der Juniorenklasse bis
75 kg brachte der Ungar Endre Toth eine Top Leistung und konnte
sich den Sieg vor dem Vorarlberger Daniel Stadlmann sichern. In
der männlichen Juniorenklasse über 75 kg begeisterte Robert Talava
(Slowakei), welcher den Tschechen Pawel Rohla auf den zweiten
Platz verweisen konnte.
Neben Darrem´s Glanzleistungen war vor allem der hohe Teilnehmer-
und Leistungsstandard in der Frauen Body Fitness Klasse und der
Classic Bodybuilding Klasse (vormals Männer Body Fitness Klasse)
eine Überraschung. Bei der Frauen Body Fitness Klasse herrschte
Europameisterschaftsstimmung, die drei Österreicherinnen Cornelia
Schreiber, Brigitta Grof und Mirella Kirschmann sahen sich mit
stärkster Konkurrenz aus Ungarn, Tschechien und Deutschland
konfrontiert. Cornelia Schreiber zeigte sich in persönlicher
Bestform – nicht so austrainiert und definiert wie im Vorjahr,
sondern etwas voller und mit runderen Muskeln konnte sie ihren
feminin-athletischen Körper bestens ins Szene setzen und musste
sich nur der Ungarin Gabriella Bankuti, einer der zierlichsten
Teilnehmerinnen mit einer besonders schönen Hauttönung, geschlagen
geben. Sehr unglücklich über ihre Platzierung war Österreichs
EM-Teilnehmerin, Brigitta Grof, welche in dieser starken Klasse
nur den für sie sehr enttäuschenden 8. Platz erzielte. Leider
wurde die Steirerin Mirella Kirschmann von den Kampfrichtern etwas
übersehen, die Mutter zweier Kinder und Ehefrau des steirischen
Top Athleten Uwe Kirschmann hatte mit einer besseren Platzierung
geliebäugelt. Einen sehr guten Eindruck bei den Kampfrichtern und
beim Publikum hinterließ auch die drittplazierte Tschechien Jitka
Skrlantova. Conny enttäuscht ihre Fans nicht und sicherte sich mit
einer überzeugenden Gesamtleistung den zweiten Platz. In der
Frauen Bodybuilding Klasse bis 52 kg zeigte die Salzburgerin Ilka Schwengl erneut ihr internationales Top Format. Leider gab es in
ihrer Klasse keine Konkurrentinnen. In der Klasse bis 57 kg bot
Jana Hutterova (Oberösterreich) eine Top Leistung mit einem „Complete
Package“ gute Harmonie, exzellente Symmetrie und gute Definition
wurden hier präsentiert, sodass die etwas untergewichtige Katalin
Csige aus Ungarn klar das Nachsehen hatte.
In der Frauen Bodybuilding Klasse über 57 kg konnte sich Klara Dvorakova
vor ihrer Landsfrau Ludmila Cizova durchsetzen, die
Burgenländerin Sonja Mock belegte trotz sehr guter und
ansprechender Form nur den 3. Platz.
In der Frauen Fitness Klasse zeigte die erst 16-jährige Zsuzsanna
Vaghi eine solide Bikinifigur, hier konnte man natürlich keine
stärkere Muskelausprägung und Definition erwarten – diese ist auch
in der Body Fitness Klasse nicht wünschenswert, leider wird dies
von vielen Kampfrichtern nicht zur Kenntnis genommen. Christiane Lackner
(Salzburg) zeigte eine ambitionierte Performance, muss
aber noch an den Grundstellungen arbeiten.
In der Männer Fitness Klasse zeigte Sandor Göncz eine
sensationelle Kür, die das Publikum zu Begeisterungsstürmen
hinriss.
Besonders dicht war das Leistungsfeld in der Männer Classic
Bodybuilding Klasse. Diese Kategorie liegt ganz im Trend – durch
die kombinierte Größen/Gewichtsbeschränkung ist gewährleistet,
dass die Athleten nicht zu massiv sind und am Ehesten noch dem
Ideal eines klassischen athletischen Körpertyps entsprechen
(deshalb auch der Name: Classic Bodybuilding). Mit diesen Athleten
kann sich auch das Publikum insofern identifizieren, als diese
Athleten eine Körperentwicklung präsentieren, die auch von der
Allgemeinheit noch als erstrebenswert anerkannt wird und wo die
Ästhetik nicht zu kurz kommt. Blendend definiert und austrainiert
zeigten sich vor allem die beiden Oberösterreicher Werner Hofer
und Martin Eibel, doch auch Routinier Walter Mock zeigte eine Top
Leistung und konnte sich hinter den beiden zuvor genannten auf dem
3. Platz platzieren. Mit 12 Teilnehmern war diese Klasse am
Stärksten besetzt und wird nicht zu letzt auch wegen der
Ausdünnung der Bodybuilding Klassen zu überlegen sein hinfort
mehrere Classic Bodybuilding Klassen einzuführen.
In der Männer Bodybuilding Klasse bis 70 kg konnte sich der
deutsche Christian Unfried problemlos gegen den
oberösterreichischen Veteran Johann Kuntner behaupten. Eine
Gewichtsklasse höher (Männer bis 80 kg) beeindruckte der Ungar
Otto Szanto mit einer starken Leistung, auch der zweitplazierte
Robert Mach war sehr gut in Form. Christian Goldinger
(Wien) und
Julius Obenauer zeigten ebenfalls durchaus ansprechende
Leistungen.
Mit großem Interesse hatten vor allem die oberösterreichischen
Fans dem Ausgang den Bewerbes in der Männer Klasse bis 90 kg
entgegen gefiebert. Bereits Wochen zuvor grassierten Gerüchte,
dass Josef Schmiedt unschlagbar sei, dies auch mit Blickrichtung
auf die bevorstehenden Europameisterschaften in Bratislava. Schon
bei seinem ersten Auftreten auf der Bühne machte Josef Schmiedt
klar, dass er diesen Erwartungen gerecht werden würde. Er zeigte
sich gegenüber seinem letzten Antreten stark verbessert, seine
überaus massiven und definierten Schulter- und Brustmuskeln wusste
er gekonnt in Szene zu setzen mit seiner „Wespentaille“
unterstrich er seinen X-Man-Status. Doch auch der Zweitplazierte,
Gerhard Breit (Oberösterreich) war in sehr guter Form wie man
überhaupt konstatieren muss, dass der Leistungsstandard in dieser
Klasse sehr hoch war. Der Salzburger Christian Neuhofer zeigte,
dass er seine Definitionsprobleme gelöst hatte, denn er trat
erstmals topdefiniert an. Unter dem Strich blieb aber nur der 5.
Platz – damit konnte er sicher nicht zufrieden sein. Einen großen
Schritt nach vorne machte auch der Niederösterreicher Markus
Höller, und zwar nicht nur physisch, sondern auch in seiner
Gesamtpräsentation – er zeigte ein freundlich präsentiertes
Posingprogramm.
In der Klasse Männer bis 100 kg war Uwe Kirschmann zweifellos der
Top Athlet. Wenn er sich ein Jahr Wettkampfpause gönnt und noch
etwas auftrainiert, ist von ihm auch international noch einiges zu
erwarten. Seine Konkurrenten Johann Empfelseder (Oberösterreich)
und Milan Suchi (Tschechische Republik) hatten gegen ihn zwar
keine Chance, sensationell in Form war aber jedenfalls Johann Empfelseder, der nahe an Uwe´s Form herankam.
Eine Sensation und eine Klasse für sich war Mario Hemmer – leider
einziger Teilnehmer – in der Klasse über 100 kg. Er schaffte es
gegenüber seiner Form bei der WM in Shanghai 2005 nochmals eine
deutliche Verbesserung zu erzielen, insbesondere im Bereich der
Oberarm- und Rückenmuskulatur, aber auch der Beine zeigte er
deutlich sichtbare Verbesserungen – bereits bei der Abwaage ging
ein Raunen durch die Reihen, als er sich registrieren lies. In
dieser Form liegt ein Europa- und/oder Weltmeistertitel in
Griffweite. In überzeugender Manier holte er sich auch den
Gesamtsieg.
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1.2.
Österreichische Meisterschaften einschließlich Österreichischer
Neulingsmeisterschaften 2006 Haus der Begegnung
Donaustadt/Wien 29.04.2006: |
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Leider musste auch dieses Jahr ein
starkes Gefälle zwischen dem Großen Preis von Österreich
einerseits und den Österreichischen Meisterschaften festgestellt
werden. Nicht nur ein deutlich geringeres Teilnehmerfeld (vor
allem bedingt dadurch, dass fast ausschließlich nationale Athleten
an den Österreichischen Meisterschaften teilnehmen) sondern auch
ein weit schwächeres Publikumsinteresse aber wohl auch und vor
allem die mangelnde Unterstützung durch den Wiener Landesverband,
der es offenbar nicht versteht ausreichend Publikum und Athleten
für Meisterschaften zu motivieren, haben zum bescheidenen
Charakter der Veranstaltung beigetragen. Dass nur 5 Wiener
Athleten bei einer Meisterschaft in Wien am Start sind gibt
Aufschluss darüber, wie bemüht der Wiener Landesverband – der im
Übrigen auch durch keinen einzigen (nur WABBV) Funktionär
vertreten war - sich um die Anliegen unseres Sportes kümmert.
Den tollen Leistungen unserer Athleten konnte das bescheidene
organisatorische Niveau dieser Veranstaltungen freilich keinen
Abbruch tun.
In den Junioren Klassen zeigten sowohl der Vorarlberger Daniel
Stadlmann, als auch der Wiener Mischa Vukov starke
Leistungen und sicherten sich in ihren Klassen jeweils den Sieg.
Für beide Athleten bedeutet dies auch den Neulingsmeistertitel.
In der Frauen Body Fitness Klasse dominierte die international
renommierte Niederösterreicherin Cornelia Schreiber,
überraschend gut setzte sich auch die Steirerin Mirella
Kirschmann in Szene, welche sogar EM-Teilnehmerin Brigitta
Grof (Steiermark) schlagen konnte.
In den Frauen Bodybuilding Klassen von – 52, – 57 und + 57 kg war
jeweils eine Athletin am Start, die größte Sensation lieferte die
„Tirolerin“ Natalya Batova – eine russisch stämmige
Athletin – vom Typus her mit Jana Linke Sippl vergleichbar bestach
sie durch eine spektakuläre Kombination von Muskulösität und
Definition. Gewohnt souverän präsentierte sich auch Ilka
Schwengl in der Klasse bis 52 kg und konnte ihre Form
gegenüber dem Großen Preis von Österreich sogar noch steigern.
Ebenfalls sehr gut in Form war Jana Hutterova
(Oberösterreich), welche an ihre guten Leistungen vom Großen Preis
anknüpfen konnte. Der Frauen Gesamtsieg ging an die souveräne
Natalya Batova, deren Bühnenpräsenz derart dominant war, dass
es an ihrem Gesamtsieg bei den Kampfrichtern keinen Zweifel gab.
In der Frauen Fitness Klasse konnte die Salzburgerin Christiane
Lackner an ihre Erfahrungen beim Großen Preis anknüpfen und
sicherte sich als einzige Teilnehmerin dieser Klasse sowohl den
Titel der Österreichischen Meisterin als auch Neulingsmeisterin
2006.
Bei den Paaren zeigten Johann Empfelseder und Ilka
Schwengl sowohl eine bestens choreographierte Kür, als auch
eine gute Abstimmung bei der Ausführung der Pflichtposen.
In der männlichen Seniorenklasse bis 80 kg zeigte vor allem der
Wiener Christian Goldinger eine sehr gute Leistung und
sicherte sich unangefochten den Titel. Veteran Johann Kuntner
(Oberösterreich) belegte den 2. Platz, vor dem Oberösterreicher
Julius Obeneder.
Wiederum am Stärksten besetzt war die Männer Classic Bodybuilding
Klasse, in der Werner Hofer und Martin Eibel ihre
Leistungen vom Großen Preis wiederholten und erneut die Plätze 1
und 2 belegten und sich damit auch bei den Neulingsmeisterschaften
die Top Platzierungen erkämpften. Sehr gut in Form präsentierte
sich auch der Salzburger Oliver Zimmermann, der Walter
Mock auf den 4. Platz verweisen konnte. Sehr enttäuschend
verlief der Wettkampf für den Routinier Arslan Donbay,
welcher sich eine wesentlich höhere Platzierung erhofft hatte.
Manuel Chalupka, Thomas Haftner und Johannes Hölzl
rundeten mit ausgewogenen Leistungen das erstklassige Gesamtbild
dieser Klasse ab.
In der Männer Bodybuilding Klasse bis 70 kg war mit
Herbert Korinek nur ein einziger Teilnehmer am Start, der aber
eine sehr gute Leistung brachte. Wesentlich spannender verlief der
Wettkampf in der Männer Klasse bis 80 kg, Heinz Weindl
präsentierte sich in exzellenter Form und zeigte gegenüber
seinem letzten Antreten eine deutliche Formsteigerung. Wesentlich
enger verlief der Zweikampf zwischen Robert Mach und
Christian Neuhofer, letzterer präsentierte sich gut definiert
hatte aber letztlich um zwei Punkte gegenüber Robert Mach
das Nachsehen. Robert Mach sicherte sich auch den
Neulingsmeistertitel.
Am Spannendsten verlief der Wettkampf in der Klasse bis 90 kg,
wo das bereits beim Großen Preis heiß ersehnte – aber nicht
stattgefundene – Duell zwischen Ronald Ullram
(Niederösterreich) und Josef Schmiedt (Oberösterreich)
stattfand. Große Teile des Publikums standen hinter Schmiedt und
feuerten ihn frenetisch an, doch Ronald Ullram war schlicht
eine Klasse für sich. Trotz schwerer Verletzung (Bizepsabriss)
brachte er seine absolute Bestform und lies Schmiedt keine Chance.
Ronny verfügt über ein sensationelles Gesamtpaket, seine schöne
Körperlinie ausgehend von breiten, gut definierten Schultern,
ausgewogenen Pectoralis mit tiefen Einschnitten und einer sehr
guten Rückentwicklung bedarf es lediglich geringen Verbesserungen
im Beinbereich um auch international ganz an die Spitze zu kommen.
Josef Schmiedt war in der ersten Emotion, als er
realisierte, dass er den 2. Platz belegt hatte, so betroffen, dass
er während der Siegerehrung die Bühne verlies. Er war derart
demoralisiert, dass er nicht einmal an der EM-Qualifikation
teilnahm – schade, denn auch er hätte zweifellos einen Platz im
Team verdient gehabt.
Markus Höller (NÖ) zeigte mit seinem 3. Platz eine
aufstrebende Leistungskurve. Auch Gerhard Breit
(Oberösterreich) zeigte eine ansprechende Leistung, die Neulinge
Markus Pieler und Horst Sabara erzielten die Plätze
1 und 2 bei den Neulingsmeisterschaften.
In der Klasse bis 100 kg wiederholte sich das Duell vom Großen
Preis von Österreich zwischen Uwe Kirschmann und Johann
Empfelseder, neuerlich gelang Kirschmann eine Top Leistung und
sicherte er sich den Titel. Johann Empfelseder war ebenfalls sehr
gut in Form.
In der Klasse Männer über 100 kg hatte der engagiert
auftretende Lukas Lehnhart (NÖ) gegen seinen Landsmann
Mario Hemmer (Niederösterreich) keine Chance. Hemmer
dominierte das Wettkampfgeschehen in jeder Hinsicht, lediglich
beim Gesamtsieg musste er sich Ronald Ullram, der top
konditioniert antrat, geschlagen geben, akzeptierte dies aber mit
der Geste eines fairen Sportsmannes. Bei ihm könnte Josef
Schmiedt in Sachen Sportsmanship einiges lernen.
Top Gaststar des Abends war Österreichs Neo-Profi Manfred
Petautschnig der nach seinem für ihn persönlich enttäuschenden
Abschneiden beim New York Pro 2005 bei Shawn Ray´s neuem
Profiwettkampf, dem Colorado Pro an den Start gehen wollte.
Manfred präsentierte sich von der Muskelmasse her gesehen in stark
verbesserter Form, vor allem im Oberkörper. Einen deutlichen
Zugewinn an Muskelmasse konnte man vor allem im Bereich Oberarme,
Rücken und Schultern bemerken. Allerdings war Manfred durch eine
schwere Verletzung des rechten Oberschenkels sichtbar gehandicapt,
sein rechtes Bein war ganz einfach nicht so definiert. Äußerst
geschickt und ganz im Stil eines Profis wusste sich der Salzburger
aber vor allem bei der Präsentation seines Körpers in Szene zu
setzen und riss das Publikum zu Begeisterungsstürmen hin.
Bei der EM-Qualifikation qualifizierten sich – unter
Berücksichtigung der Ergebnisse der Anti-Doping-Kontrollen –
folgende Athleten:
Ilka Schwengl, Natalia Batova, Johann
Empfelseder, Cornelia Schreiber, Brigitta Grof, Werner Hofer,
Martin Eibel, Heinz Weindl, Ronald Ullram, Markus Höller, Uwe
Kirschmann und Mario Hemmer.
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2. Internationale
Meisterschaften |
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2.1. Europameisterschaften der
Männer, Paare und Classic Bodybuilding 2006 Bratislava/Slowakei 05. –
08.05.2006: |
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Unter der Führung des slowakischen Präsidenten,
Michal Capla, erbrachte der slowakische Bodybuilding und Power
Lifting Verband eine ausgezeichnete Leistung um die
Europameisterschaften der Männer, Paare und Classic
Bodybuilding in Bratislava/Slowakei zu organisieren. Seit 1977
ziehen die Europameisterschaften eine große Zahl von europäischen
Topathleten an, dieses Jahr war keine Ausnahme und konnten 123
Athleten aus 27 Ländern verzeichnet werden. In den
meisten Klassen waren die Topplatzierungen heiß umkämpft. Zum
zweiten Mal in der Geschichte des Bodybuilding wurde die vormals
als Men’s Bodyfitness bezeichnete Disziplin Classic
Bodybuilding ausgetragen. 40 Teilnehmer waren allein in dieser
Disziplin zu verzeichnen. Der Sieger des Schwergewichtstitels und
Gesamtssieger, der Pole Dariusz Karpinski, konnte sich in die
beeindruckende Liste der bisherigen Gesamtsieger, zu denen
beispielsweise Barry De May (1982), Günther Schlierkamp (1992) und
Alexander Federov (2003) zählen, einordnen.
Doch zurück zum Anfang: Die österreichische
Nationalmannschaft bestehend aus den Athleten Martin Eibel,
Werner Hofer, Heiz Weindl, Ronald Ullram,
Johann Empfelseder, Uwe Kirschmann, Mario Hemmer
und Ilka Schwengl sowie den Funktionären Monika Volb,
Rudolf Mlcsa, Stefan Kreischer und Mag. Axel
Bauer fanden in Bratislava organisatorisch bestens
aufbereitete Verhältnisse vor. Das Hotel NIVY präsentierte sich
neu renoviert, die Wettkampfstätte war technisch bestens
ausgestattet und der Wettkampfablauf funktionierte reibungslos.
Dementsprechend waren auch die Leistungen der österreichischen
Athleten: Ilka Schwengl, Johann Empfehlseder und
Mario Hemmer errangen jeweils Silbermedallien, Ronald
Ullram einen Finalplatz (5. Platz). Sehr stark auch die
Leistung des Wieners Heinz Weindl, der in der sehr stark
besetzten Klasse Männer bis 80 kg den hervorragenden 7. Platz
belegte. Auch unsere Classic – Bodybuilder schlugen sich
hervorragend vor allem Martin Eibel mit seinem 10. Platz,
der sich bei Werner Hofer (15. Platz) revanchieren konnte,
denn Hofer hatte sowohl beim Großen Preis als auch bei den
österreichischen Meisterschaften die Nase vorne. Lediglich
Johann Empfelseder und Uwe Kirschmann konnten mit ihren
10. Plätzen nicht ganz zufrieden sein, denn Empfelseder war
Schlusslicht der Klasse Männer bis 90 kg und Kirschmann konnte nur
den Bulgaren Rusev schlagen.
Insgesamt erbrachte die österreichische Nationalmannschaft eine
wirkliche Klasse leistung und konnte an die ausgezeichneten
Leistungen des vergangen Jahres anschließen. Besonders
beeindruckend war die Leistung von Mario Hemmer im
Superschwergewicht: gegenüber seiner Leistung bei der
Weltmeisterschaft 2005 in Shang Hai hatte Mario nochmals an Masse
und Qualität zugelegt und hat längst das Format eines Profis.
Lediglich der Ausnahmeathlet Dariusz Karpinski, der in der
Form seines Lebens antrat, konnte Mario bezwingen, wobei
Krapinski in den ersten beiden Runden nur einen bzw. zwei
Punkte vorne lag. Dannielle Seccarecci – bei der WM noch
vor Hemmer – wurde von ihm ebenso deutlich geschlagen wie der
ausgezeichnete Bulgare Dimitar Dimitrov und der 5. Finalist
Dainius Barzinskas.
Sehr stark war insbesondere auch das Publikums- und
Medieninteresse bei den Europameisterschaften. Teile der
Wettkämpfe wurden im slowakischen Fernsehen live übertragen.
Bodybuilding und Fitness haben in der Slowakei einen deutlich
höheren Stellenwert als in vielen anderen europäischen Ländern.
Deshalb konnten sich auch viele slowakische Fans über die Erfolge
ihrer Landsleute freuen. Besonders hervorzuheben sind die
Leistungen des Adam Cibula (Europameister bis 65 kg),
Igor Kocis (Europameister bis 75 kg), Andrej Mozzolani
(Europameister bis 80 kg), Wladimir Flimel (Europameister bis 85
kg), Stefan Havlik (Europameister bis 90 kg). Diese
Topathleten unterstrichen die Dominanz slowakischer Athleten in
Europa. Vor allem Igor Kocis machte einen gewaltigen Sprung
nach vorne und zeigte sich in der persönlichen Bestform.
Ronnie Ullram konnte mit einer überzeugenden
Gesamtleistung, nach dem er in St. Petersburg 2003 knapp das
Finale verpasst hatte, mit einem 5. Platz endlich die ersehnte
Finalplatzierung erreichen.
Insgesamt betrachtet war die Leistungsdichte enorm,
erfreulicherweise konnte auch ein starker Rückgang in der
Anwendung verbotener Ölinjektionen festgestellt werden. Durch die
Einführung der Classic Bodybuilding Klasse kam es vor allem in den
unteren Gewichtsklassen zu einer Ausdünnung der Teilnehmerzahl in
den Bodybuilding Klassen.
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2.2. Europameisterschaften der
Frauen (Bodybuilding, Fitness, Bodyfitness) Viterbo/Italien 26. –
29.05.2006: |
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Die österreichische Nationalmannschaft bestehend aus Nina
Neulinger (Funktionärin), Natalya Batova, Ilka
Schwengl und Brigitta Grof konnte sich bei diesen
Meisterschaften blendend in Szene setzen und an die Erfolge des
Vorjahres nahtlos anknüpfen. Ilka Schwengl belegte in ihrer
Klasse (Frauen bis 52 kg) den hervorragenden 4. Platz, Natalya
Batova konnte sogar die Silbermedallie erringen. Keine Chance
auf einen Finalplatz hatte nur Brigitta Grof, die den 11.
Platz erreichte.
128 Athletinnen und Athleten aus 28 Ländern nahmen an den
Europameisterschaften der Frauen (Bodybuilding, Fitness, Body
Fitness Männer Fitness in Viterbo/Italien) teil. Enormer Andrang
herrschte vor allem in den Body Fitness Klassen, in denen
insgesamt 74 Athletinnen teilnahmen. Dem gegenüber waren in den
beiden Fitness Klassen lediglich 20 Athletinnen am Start. Die 3
Bodybuilding Klassen konnten mit insgesamt 25 Startern aufwarten,
dies bedeutet zwar einen deutlichen Rückgang der Teilnehmerzahlen
gegenüber dem Vorjahr, als in den Bodybuilding Klassen insgesamt
32 Athletinnen am Start waren, dafür hat sich aber der ästhetische
Anspruch, der von der Bodybuildingöffentlichkeit an die
Athletinnen gestellt wird, stark verbessert. Groteske Körper in
knappen Bikinis konnte man bei dieser Meisterschaft jedenfalls
kaum mehr feststellen. Die Disziplin Body Fitness verzeichnete
dagegen im Vergleich zum Vorjahr eine Verdoppelung der
Teilnehmeranzahl (37 im Jahr 2005 gegenüber 74 im Jahr 2006).
Positiv aufgefallen ist die Rückkehr der nordeuropäischen Länder
zum europäischen Wettkampfgeschehen, was sich auch in dem
Europameistertitel und Gesamtsieg der Norwegerin Monica S.
Hoyer niederschlug. Besonders stark vertreten war
naturgemäß auch das Gastgeberland Italien, welches in der
Bodybuilding Klasse die Gesamtsiegerin (Claudia Partenza)
stellte. Besonders stark waren auch die Nationalmannschaften der
Slowakei und Russland, welche neben Italien (2. Platz) die top
Platzierungen in der Nationenwertung belegten (Slowakei 1. Platz,
Russland 3. Platz). In der Disziplin Bodybuilding dominierten
italienische Athletinnen, welche 2 Europameister und 2 Vize
Europameistertitel in dieser Disziplin einfahren konnten.
Betretenes Schweigen und ungläubiges Staunen gab es bei der
russischen Delegation, als die für Österreich startende Russin
Natalya Batova ihre russische Landsfrau Alevtina Goroshinskaya
deklassierte. Interessant war auch der Wechsel der Deutschen
Kathrin Grossmann von der Body Fitness Klasse in die Bodybuilding
Klasse zu beobachten, wo sie hinter Ilka Schwengl den 5. Platz
belegte. Ilka Schwengl wiederholte mit ihrem 4. Platz die
Vorjahresleistung in Yalta.
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3. EBFF Kongress 05.05.2006
Bratislava/Slowakei: |
Folgende Personen wurden in das Executive Council
der EBFF gewählt/ernannt:
President: Dr. Rafael Santonja (Spain)
Vice-Presidents:
Vladimir Dubinin (Russia) for Eastern Europe
Pawel Filleborn (Poland) for central Europe
Jose Ramos (Spain) for southern Europe
General Secretary:
Stanislav Pesat (Czech Republic)
Bodybuilding Committee Chairman:
Andrew Dolgokir (Ukraine)
Fitness Committee Chairperson:
Eva Sukupova (Czech Republic)
Judges Committee – Chairman:
Erich Janner (Germany)
Disciplinary Committee Chairman:
Benedetto Mondello (Italy)
Technical and educational Committee Chairman:
William Tierney (United Kingdom)
Chairman of the medical commission:
Prof. Dr. Friedhelm Beuker (Germany)
Legal Adviser:
Mag. Axel Bauer (Austria)
Folgende Personen wurden zu Mitgliedern der verschiedenen Komitees
der EBFF gewählt:
Bodybuilding committee:
Peter Uricek (Slovakia) Secretary
Andrew Wouters (Belgium)
Rauf Bontaliyev (Azerbaijan)
Laurenzio Mironesku (Romania)
Fitness committee:
Wanda Tierney (United Kingdom) Secretary
Zita Osiyemi (Hungary)
Juliette Bergmann (The Netherlands)
Tatyana Dolgokir (Ukraine)
Judges committee:
Philippe Lefelle (France) Secretary
Istvan Huber (Hungary)
Lubos Matejicka (Slovakia)
Disciplinary committee:
Igor Deliev (Ukraine) Secretary
Technical and educational committee:
Jordan Leventelis (Greece) Secretary
Jiri Prudil (Czech Republic)
George Katulin (Belarus)
Jorj Unciuleanu (Romania)
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4. Mustafa Mohammad – Kronen
Zeitung: |
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Nach seinen tollen Platzierungen beim Arnold’s
Classic 2006 und den anschließenden Profimeisterschaften, bei
denen er erneut die Mr. Olympia Qualifikation schaffte, kam nun
auch das Verfahren, das Mustafa gegen die Kronen Zeitung
anstrengte, zu einem für ihn optimalen Ausgang: Was war geschehen?
Am 14.11.2004 veröffentlichte die Kronen Zeitung (Wien Krone)
einen Artikel mit der Schlagzeile „Anabolika per Mausklick: Doping
– Handel aufgedeckt“ und dem Lead „schwungvoller Versandhandel mit
Dopingmitteln! Hamburger Zollfahnder deckten ein
Millionen-Geschäft mit verbotenen Muskelaufbaupräparaten in
Deutschland, Österreich, Schweiz und Liechtenstein auf. Die
illegalen Mittel haben gesundheitsgefährdende Nebenwirkungen wie
Leberschädigungen und ein erhöhtes Herzinfarktrisiko“. Zur
Illustration dieses Artikels wurde ohne Zustimmung von Mustafa
Mohammad ein Lichtbild veröffentlicht, welches Mustafa in einer
seitlichen Brustpose zeigt – das Gesicht wurde bei dieser
Abbildung durch nachträgliche Bildbearbeitung verschleiert.
Mustafa hat sich gegen diese Bildberichterstattung mit
gerichtlicher Unerlassungs- und Schadenersatzklage gewehrt, im
Wesentlichen mit dem Argument, dass er auf dem Lichtbild trotz der
Verzerrung seiner Gesichtszüge erkennbar sei und mit den
Artikelbehauptungen in Verbindung gebracht werde, obwohl er mit
dem berichteten Tatsachengeschehen nicht das geringste zu tun
habe.
Im Provisiorialverfahren gab das Gericht dem Sicherungsantrag von
Mustafa statt und erließ eine einstweilige Verfügung, mit der der
Kronenzeitung zur Sicherung des Anspruchs von Mustafa Mohammad auf
Unterlassung persönlichkeitsverletzender
Lichtbildveröffentlichungen geboten wurde bis zur Rechtskraft des
über die Unterlassungsklage ergehenden Urteils es ab sofort zu
unterlassen, das in der Ausgabe der Tageszeitung Kronen Zeitung
(Wien Krone) vom 14.11.2004 auf Seite 28 zur Illustration des
Artikels „Anabolika per Mausklick: Doping – Handel aufgedeckt“
wiedergegebene Bildnis von Mustafa ohne dessen vorher eingeholte
Zustimmung zu veröffentlichen, wenn im Zusammenhang mit dem
Begleittext des Bildes der Eindruck erweckt wird, Mustafa Mohammad
sei in den Handel mit verbotenen und gesundheitsschädigenden
Substanzen, insbesondere Anabolika verwickelt und/oder sei ein
Bodybuilder, welcher seine Muskeln nicht natürlich aufgebaut,
sondern um nachzuhelfen, zu verbotenen und gesundheitsschädigenden
Substanzen, insbesondere Anabolika, gegriffen habe.
Die Kronen Zeitung bekämpfte diese Entscheidung bis zum Obersten
Gerichtshof und unterlag. Nun muss sie Mustafa nicht nur
Schadenersatz zahlen sondern auch einen Artikel veröffentlichen
und die Prozesskosten ersetzen.
Aus verständlichen Gründen ist Mustafa über diesen
Verfahrensausgang sehr glücklich und bereitet sich mit vollem
Einsatz auf den Mr. Olympia 2006 in Las Vegas/ Nevada und die
danach stattfindenden Profi Wettkämpfe in Europa vor. Mustafa ist
gern gesehener Gast und beliebter Gaststar bei
Bodybuildingveranstaltungen in ganz Europa, zB in Spanien, Holland
oder am letzten Wochenende im Mai in Manchester/ England, wo er
neben einem Gastauftritt bei den Championchips in Manchester ein
eineinhalbstündiges Seminar für 1600 Personen abhielt.
Mit sportlichen Grüßen
Mag. Axel Bauer e. h.
Günter Schulz e. h.
Präsident
Schriftführer
Impressum:
Medieninhaber: ÖABBV-IFBB/Austria (Österreichischer Amateur
Bodybuilding und Fitness Verband)
Adresse: A-1030 Wien, Strohgasse 16/10
Tätigkeitsbereich: Förderung des Bodybuilding- und Fitnesssports
in Österreich
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