Die Salzberghalle in
Hallein war Austragungsort der diesjährigen österreichischen
Meisterschaften, an denen 42 Athletinnen und Athleten teilnahmen. Die
Veranstaltung wurde vom SABBV-IFBB und dessen Präsidenten, Manfred
Petautschnig, der die schwierige Aufgabe zu erfüllen hatte, nicht nur
diese Meisterschaft zu organisieren, sondern auch selbst am Wettkampf
teilzunehmen und sich für die Europameisterschaften zu qualifizieren, in
ganz hervorragender Weise vorbereitet und ausgeführt. Die Salzberghalle
war bis zum Bersten mit begeisterten Zuschauern gefüllt, die mit
frenetischem Applaus die Athletinnen und Athleten anfeuerten. Unter den
Ehrengästen befand sich auch der Bürgermeister der Stadt Hallein, Dr.
Christian Stöckl, der von der Veranstaltung vollauf begeistert war und
auch mehrere Siegerehrungen vornahm. Auch die Medien zeigten reges
Interessen an der Veranstaltung und brachte Salzburg TV einen ausführlichen
– und höchste positiven – Fernsehbericht über die Veranstaltung und
stellte die Sportart Bodybuilding in ein äußerst positives Licht. Zu den
einzelnen Klassen:
In der Klasse männliche
Junioren über 80 kg zeigte der Oberösterreicher Mario Novak eine sehr
starke Leistung und verwies seinen Landsmann Alexander Rauscher auf den 2.
Platz. Der Salzburger Oliver Zimmermann erzielte den 3. Platz sowie den
Titel des Salzburger Landesmeisters. In der Klasse Damen bis 52 kg setzte
sich die attraktive Ingrid Neuhofer gegen die deutlich massigere Franzisca
Rosales aus Wien durch. Ein vielversprechendes Talent präsentierte sich
in der Klasse Frauen über 57 kg mit der Tirolerin Sylvia Ratkovitz,
welche nicht nur ihre Klasse, sondern auch den Gesamtsieg erzielte. In der
Fitnessklasse bis 160 cm brachte die Salzburgerin Alexandra Hinterbauer
eine ganz ausgezeichnete Leistung und zeigte nicht nur eine sehr
ansprechende Kür, sondern auch und vor allem eine hervorragende sportlich
feminine Körperentwicklung. In der Männer-Fitnessklasse zeigte der
Salzburger Thomas Strobl ein sehr gutes Potential, schade, daß er der
einzige Teilnehmer dieser Klasse war. In der Männerklasse bis 65 kg
zeigte sich nach längerer Wettkampfpause und nur kurzer Vorbereitungszeit
der Oberösterreicher Karl Kozzian in solider Form. Der Salzburger Peter
Hager gewann die Männerklasse bis 70 kg in eindrucksvoller Manier. In der
Männerklasse bis 75 kg zeigte sich Franz Wagneraus Oberösterreich in
Topform und verwies seine Landsmänner Markus Kernegger und Andreas
Gemeinhart auf die Plätze.
In der Männerklasse
bis 80 kg dominierte der Steirer Reinhard Lichtenegger, der über eine
hervorragende Harmonie und Muskelschärfe verfügte. Die spannendste
Klasse war zweifellos die Männerklasse bis 90 kg, in der neun Athleten
teilnahmen. Von Anfang an zeichnete sich ein Kopf an Kopf Rennen zwischen
dem Wiener Roman Kronberger und dem in Wien wohnenden deutschen Staatsbürger
Michael Hesener ab. Diese Athleten miteinander zu vergleichen ist äußerst
schwierig, denn sie verkörpern zwei ganz unterschiedliche Athletentypen.
Michael Hesener war knallhart definiert, zeigte aber in der
Muskelentwicklung einzelner Muskelgruppen und seiner Präsentation (Posing)
einige Schwächen. Besonders störend an seiner Präsentation war, daß er
nicht in der Lage war seine Bauchmuskeln unter Kontrolle zu halten. Roman
Kronberger hingegen ist ein Harmonieathlet, der es versteht sich in überschwenglicher
Manier dem Publikum zu präsentieren, andererseits fehlte es ihm deutlich
an der Definition. Daß diese beiden Athleten im Finale knapp beieinander
lagen und dies den Athleten bewußt war zeigte sich vor allem im Pose
down, bei dem die beiden Athleten versuchten sich gegenseitig von der Bühne
zu drängen, ja sogar mit Kopfstößen zu traktieren. Letztlich setzte
sich die Harmonie Kronbergers knapp gegen die Definition Heseners durch.
Sehr solid war auch die Leistung der Salzburger Josef Schwab und Andreas
Ehrschwendtner.
In der Klasse Männer
über 90 kg gab es vom Namen her von Anfang an keine Zweifel am Sieger.
Der 125kg schwere Lokalmatator, Manfred Petautschnig, dominierte diesen
Wettkampf in selten gesehener Manier und verwies den ebenfalls exzellent
vorbereiteten Christian Pickelmann auf den zweiten Platz. Der Wiener
Thomas Pölzelbauer zeigte eine sehr ansprechende Form und belegte den
dritten Platz. Der Gigant aus Niederösterreich, Paul Grund, belegte den
guten vierten Platz. Völlig enttäuschend verlief der Wettkampf für den
wesentlich höher eingeschätzten Niederösterreicher Niki Adametz, der
bei weitem nicht seine Bestform erreichte und nach der Vorwahl
resignierte. Schade, daß es diesem sympathischen Athleten diesmal nicht
gelungen ist, seine Bestform zu erreichen. Ein Höhepunkt der
Veranstaltung war auch die Premiere der Klasse
„Rollstuhl-Bodybuilder“, in der unter tosendem Beifall des Publikums Rüdiger
Himmsel aus Oberösterreich den Meistertitel erlang. Er führte dem
Publikum eindrucksvoll vor Augen, welche gesundheitsfördernde Wirkung
Bodybuilding haben kann, wenn man es konsequent betreibt. Der ehemals an
einer spastischen Lähmung leidende Athlet war bis zu seinem 12.
Lebensjahr an den Rollstuhl gefesselt und gelang es ihm durch konsequentes
hartes Training seinen Körper so weit zu verbessern, daß er in der Lage
ist einen ordentlichen Bodybuilding-Wettkampf mit allen Bewertungsteilen
(Körperbewertung, sieben Pflichtposen, Posing, Pose down) zu absolvieren.
Rüdiger ist ein Vorbild und können wir nur hoffen, daß wir in Zukunft
auch andere Athleten in dieser Klasse zu einer Teilnahme motivieren können.
Im Paarbewerb erzielten Ingrid und Christian Neuhofer den Titel der österreichischen
Meister. Sie zeigten eine schön einstudierte Kür, Christian Neuhofer –
an sich ein Athlet mit guter Muskelmasse – zeigte aber keine Definition,
die für eine Wettkampfteilnahme ausreicht.
Den Gesamtsieg bei den
Männer erzielte erwartungsgemäß Manfred Petautschnig, der in der
anschließenden EM-Qualifikation als einziger österreichischer Teilnehmer
durch die Jury für die Teilnahme an der Europameisterschaft qualifiziert
wurde.
In der Anlage (sowie im Internet unter www.ifbb.at)
finden Sie die Ergebnislisten dieser Meisterschaft.
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Baku City, die am Kaspischen Meer gelegene Hauptstadt Azerbaijans, war
Austragungsort der diesjährigen Europameisterschaften der Männer. Rauf
Bunyataliyev, der Präsident des azerbaijanischen Bodybuildingverbandes,
verstand es in ganz ausgezeichneter Weise diesen Wettkampf zu organisieren
und wurde dabei nicht zuletzt durch den Präsidenten des nationalen
olympischen Komitees Azerbaijans, Ilham Aliyev, unterstützt. Die Athleten
und Delegierten wurden von den Mitgliedern des Organisationskomitees
freundlich empfangen und genossen die Gastfreundschaft der Azerbaijaner.
Schade, daß nur insgesamt 60 Athleten am Wettkampf teilnahmen, dies mag
aber auch daran gelegen haben, daß die Flugkosten nach Azerbaijan beträchtlich
sind und etwa für den ÖABBV-IFBB/Austria mit ca. S 12.000,-- pro Person
zu Buche schlugen. In der Klasse bis 65 kg waren nur vier Athleten am
Start, über den Sieg des Slowaken Vladimir Kristov, gab es von Anfang an
jedoch keine Zweifel. In der Klasse bis 70 kg sicherte sich Alexander
Klier aus der Tschechischen Republik mit einer sehr harmonischen Körperentwicklung
den Sieg vor dem Türken Soner Ichoz, der Schwede Michael Anderson, der
vor allem durch seine massiven Oberarme beeindruckte, belegte den 3.
Platz. In der Klasse Männer bis 75 kg kannte der Jubel des Publikums
keine Grenzen, als der Routinier Tagir Fakhrutdinov, aus Azerbaijan (früher
startete er für Russland) zum Weltmeister gekürt wurde. Bemerkenswert
war, daß das Publikum fast zu 100 Prozent aus Männern bestand, offenbar
sind Frauen als Zuschauerinnen bei Bodybuildingwettkämpfen in Azerbaijan
nicht erwünscht. Die 2000 Zuschauer fassende Halle war bis auf den
letzten Platz gefüllt, die hintere Hälfte der Halle stand dem Publikum
bei freiem Eintritt zur Verfügung. Aus den Händen des Präsidenten des
nationalen olympischen Komitees Azerbaijans und des Generalsekretärs der
IFBB, Dr. Raffael Santonja, empfing Tagir Fakhrutdinov sohin die
Goldmedaille für den Sieg in dieser Klasse. In der Klasse bis 80 kg
siegte der Vorjahresweltmeister Sergej Dimitriev aus Russland, der
Ukrainer Olexandr Bilous, zeigte aber auch eine sehr gute Form.
In der mit 17
Teilnehmern am stärksten besetzten Klasse bis 90 kg dominierte der
Slowake Stefan Havlik vor dem Tschechen Ladislav Kurcik. Das österreichische
Interesse galt allein der Klasse Männer über 90 kg, in der sich Manfred
Petautschnig als größter und schwerster Teilnehmer mit 123 kg präsentierte.
Die Schwergewichtsklasse war mit 15 Teilnehmern nicht nur zahlenmäßig
sehr stark besetzt, sondern sie war auch ganz eindeutig die Klasse mit den
massigsten und härtesten Athleten. Manfred Petautschnig präsentierte
sich in sehr guter Form und zeigte eine gute Mischung zwischen Masse,
Definition und Eleganz in der Präsentation. Noch schärfer definiert als
er, war der Pole Radoslaw Slodkiewicz, der allerdings bei weitem nicht über
seine Muskelmasse verfügte. Unglaublich massig und sehr gut definiert war
der Litauer Rolandos Pocius, der sich letztlich gegen den sehr
harmonischen und gut definierten Darius Karpinsky aus Polen durchsetzte.
Den dritten Platz erzielte der letztes Jahr bei der WM in der Klasse bis
90 kg gestartete Litauer Olegas Zuras. Den vierten Platz erreichte der
Russe Oleg Makshantsev, ein Riese mit gewaltigen Proportionen und guter
Definition, jedoch einer markanten Schwäche im Trizepsbereich. Den fünften
Platz belegte also unser Teilnahmer, Manfred Petautschnig, der von vielen
im Publikum, welche immer wieder „Austria, Austria“ skandierten, als
Sieger gesehen wurde. Ebenfalls ganz begeistert von unserem Manfred war
der Präsident des Azerbaijanischen olympischen Komitees, welcher sich bei
unserem Präsidenten ausführlich über die bisherige sportliche
Entwicklung Manfreds erkundigte. Er bestand dann auch darauf, daß er im
Siegerfoto aufgenommen wird, auf dem Manfred Petautschnig abgebildet ist.
Nach dem Wettkampf stürmte
das Publikum den Umkleidebereich und belagerte die Athleten mit Foto- und
Autogrammwünschen, wobei sich viele auf unseren Teilnehmer, Manfred
Petautschnig, regelrecht stürzten, so daß Sicherheitskräfte unseren
Manfred abschirmen mußten.
Zusammenfassend
waren die Europameisterschaften sportlich und organisatorisch ein großer
Erfolg und können wir mit dem von Manfred Petautschnig erzielten fünften
Platz sehr zufrieden sein. Auch unsere Freunde aus Deutschland waren nur
mit einem Teilnehmer vertreten, der harmonische, sympathische, jedoch zu
wenig definierte Thomas Devant erzielte in seiner Klasse Männer bis 90 kg
den vierten Platz.
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Athleten aus Bosnien, der Slowakei und Österreich nahmen am diesjährigen
Großen Preis von Österreich im Volkshaus in Marchtrenk teil. Die
Veranstaltung war ausgezeichnet organisiert und waren insgesamt 33
Athletinnen und Athleten am Start. Das Marchtrenker Lokalfernsehen brachte
einen ausführlichen Bericht über diese Veranstaltung. Die Veranstaltung
wurde auch auf Video aufgenommen und kann das Video bei Herrn Bertold Mosch,
Schwadorfer Straße 16, 3106 St. Pölten (Tel. 0676/489 75 12; 02742/892
4128) bestellt werden (Vorkampf S 200,--; Finale S 300,--; Vorkampf und
Finale S 500,--). Bei den Junioren über 80 kg zeigte sich mit Mario Novak
ein außerordentliches Talent, dieser Athlet verfügt über ein
hervorragendes Potential und verwies den Salzburger Oliver Zimmermann auf
den zweiten Platz. In der Rollstuhlklasse zeigte wiederum der Oberösterreicher
Rüdiger Himsl, welche positiven Wirkungen Bodybuilding auf die Körperentwicklung
und Gesundheit haben kann. Er erzielte nicht nur den Sieg im Großen Preis
von Österreich, sondern auch den oberösterreichischen Landesmeistertitel.
Bei den Damen-Bodybuildingklassen zeigte vor allem Inge Hörlezeder eine
sehr gute Form und sicherte sich neben dem niederösterreichischen
Landesmeistertitel auch den Damengesamtsieg. In der Damen-Fitnessklasse bis
160cm Körpergröße präsentierte die Slowakin Marcella Sucholakova eine
ambitionierte Kür, welche vom Publikum mit tosendem Applaus bedacht
wurde.
In der Frauen-Fitnessklasse über 160 cm zeigte die Wienerin Claudia Weber
eine turnerisch anspruchsvolle Kür, mußte sich aber im Stechen um den
Gesamtsieg der dynamischeren Marcella Sucholakova geschlagen geben. In der
Klasse Männer bis 65 kg ließ Routinier Karl Kozzian seinem Konkurrenten
Johann Kuntner (beide Oberösterreich) keine Chance und sicherte sich neben
dem oberösterreichischen Landesmeistertitel auch den Sieg im Großen Preis
von Österreich. In der Klasse Männer bis 70 kg war der Slowake Richard
Riedl – leider konkurrenzlos – gut seine Masse, Harmonie und extreme
Definition wurde vom Publikum mit tosendem Applaus bedacht.
In der
Klasse Männer bis 75 kg zeigten die österreichischen Teilnehmer Andreas
Gemeinhart, Markus Kernegger und Franz Wagner alle eine sehr gute Leistung,
insbesondere Franz Wagner beeindruckte durch eine sensationelle Oberkörperentwicklung
und Definition, doch der Slowake Andrej Mozolani, war für diese drei
Athleten eine Nummer zu groß. Beeindruckend bei Mozolani war vor allem
seine Trizepsentwicklung, wenn man diesen Athleten auf der Bühne sah,
konnte man kaum glauben, daß er nur 75 kg wog. In der Männerklasse bis 80
kg dominierte ebenfalls ein Slowake, Peter Kokoska. Andreas Hrovath aus Wien
zeigte eine sehr gute Definition und sicherte sich den zweiten Platz.
Publikumsliebling Alexander Kratochwil konnte Landsmann Alfred Pichler auf
den vierten Platz verweisen.
Der oberösterreichische Landesmeistertitel in der Klasse Männer bis 80 kg
ging verdient an Franz Wagner, der Markus Kernegger mit zehn Punkten Abstand
auf den zweiten Platz verwies. In der Klasse Männer bis 90 kg siegte
abermals ein Slowake: Marian Cambal, ein harmonischer und bestens
definierter Athlet, dem die übrigen Teilnehmer (5 Österreicher und ein
Bosnier) nichts entgegen setzen konnten. Der oberösterreichische
Landesmeistertitel ging an Markus Reischl, den Titel des niederösterreichischen
Landesmeisters sicherte sich Herwig Steurer. In der Klasse Männer über 90
kg entwickelte sich an der Spitze ein spannender Dreikampf zwischen
Christian Pickelmann, Alfred Emsenhuber und dem Slowaken Mario Ondris.
Letztlich setzte sich die Wucht und Harmonie des Slowaken gegen die extreme
Definition Pickelmanns und die Eleganz Emsenhubers durch. Paul Grund belegte
den vierten Platz und sicherte sich den Titel des niederösterreichischen
Landesmeisters.
Beim Stechen um den Gesamtsieg sah sich unser Karl Kozzian einer Armada
slowakischer Klassensieger gegenüber. Nicht für das Publikum, jedoch für
den Athleten kam dann der Gesamtsieg von Richard Riedl völlig überraschend,
doch der Athlet war zwar nicht der größte und wuchtigste Teilnehmer,
jedoch der insgesamt kompletteste mit der insgesamt besten Harmonie und
Definition. Bei ihm gab es keine Körperpartie, welche nicht sowohl von der
Muskelgröße als auch der Muskelschärfe exzellent ausgebildet war.
Bereichert wurde die Veranstaltung durch einen Gastauftritt der
Weltmeisterin 1999, Susanne Niederhauser, und einer Kickboxdemonstration des
zweifachen und zur Zeit regierenden Weltmeisters im Kickboxen im
Superschwergewicht (+95 kg) nach WFCA Version, Mahmic Salko und seinem
Trainer Amir Topalovic.
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Am 18.05.2001 fand anläßlich der
Europameisterschaften der Damen, Fitness und Paare in Kiew die Gründungsversammlung
der EBBF (European Bodybuilding Federation) statt. Bereits seit ca. 10
Jahren wird die Gründung dieses Verbandes diskutiert, dessen Gründung
nicht zuletzt deshalb notwendig und sinnvoll ist, da europäische
Athletinnen und Athleten die internationalen Amateurbewerbe dominieren,
anders als andere Kontinente aber über keine kontinentale
Verbandsstruktur verfügen. Anläßlich der WM 2000 in Malakka wurde eine
Unterschriftenaktion ins Leben gerufen, die von zwölf europäischen
Staaten, darunter auch Österreich, propagiert wurde, anläßlich der Gründungsversammlung
in Kiew nahmen die Vertreter von 20 europäischen Ländern teil und wurde
Dr. Raffael Santonja mit einstimmigem Beschluß beauftragt die weiteren Gründungsverhandlungen
zu leiten. Diskutiert wurde der vorliegende Satzungsentwurf, der sich
stark an die Satzungen der IFBB anlehnt. Die Endfassung der Satzung soll
anläßlich der WM 2001 in Yangon/Myanmar festgelegt werden. Anläßlich
der EM der Männer 2002 in Minsk soll die konstituierende
Generalversammlung der EBBF stattfinden und deren Executive Council gewählt
werden.
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Der ukrainische Bodybuildingverband unter der Leitung von Andreij Dogokir
und Igor Deliev war Organisator der diesjährigen EM der Damen, Fitness
und Paare. Kiew hat 3 Mio. Einwohner und liegt am malerischen Dnepr, die
Stadt zeigte sich von ihrer schönsten Seite: strahlender Sonnenschein,
imposante Kulturdenkmäler und ein Bodybuilding-begeistertes Publikum. Die
Unterbringung der Athletinnen und Athleten erfolgte im zentral gelegenen
Hotel „Sport“, von dort aus konnten kulturbegeisterte
Wettkampfteilnehmer und Funktionäre die Altstadt erkunden und etwa die
aus dem 12. Jahrhundert stammende Michailowsky-Kathedrale mit ihren
goldenen Dachkuppeln besichtigen. Ähnlich wie bei den EM der Männer ist
negativ aufgefallen, daß die Zahl der teilnehmenden Athletinnen/Athleten
gegenüber dem Vorjahr stark zurückgegangen ist. Lediglich knapp 70
Teilnehmer waren am Start und war vor allem in den Frauen
Bodybuildingklassen auch ein starker Rückgang der Leistung festzustellen,
was zum Teil auch daran liegen kann, daß das Wettkampfreglement für die
Bodybuilderinnen geändert wurde. Auffallend war, daß in den
Fitnessklassen teilweise muskulösere Athletinnen am Start waren, als in
den Bodybuilding-Klassen.
Die Fitness-Athletin Ela Borecka aus Polen, die in der Fitness-Klasse bis
160 cm startete, hätte meines Erachtens problemlos die Damen
Bodybuildingklasse bis 52 kg gewonnen. In den Fitnessklassen folgten die
Schiedsrichter konsequent dem neu vorgegebenen Trend muskulöse
Athletinnen herunter zu werten. Nur so konnte es geschehen, daß die äußerst
harmonische jedoch auch sehr muskulöse und definierte Ela Borecka
lediglich den 3. Platz belegte. Die etwas weniger muskulöse Tschechin
Vlasta Gruberova belegte den 2. Platz, völlig verdient holte sich die
Russin Margarita Avtioukhovitch den EM-Titel. In der neugeschaffenen
Fitnessklasse bis 167 cm Körpergröße dominierte die Ex Profi-Athletin
Marietta Zigalova und verwies die Tschechin Barbora Benesova (ehemalige
Bodybuilderin) auf den 2. Platz. Die junge Polin Kasija Kaliszewska
erreichte die Bronzemedaille. In der Fitnessklasse über 167 cm Körpergröße
dominierte die Polin Camila Porczyk mit einer ausgewogenen Kombination aus
Harmonie, Definition und extravaganter Kür vor der Lokalmatadorin,
Alevtina Titarenko, aus der Ukraine, jener Athletin, die bei weitem die
anspruchsvollste Kür zeigte. Den 3. Platz belegte die meines Erachtens
viel zu hoch plazierte Russin Svetlana Stilakova, die eine für die
Fitnessklasse übermäßige Muskulosität zeigte.
In
den Damen-Bodybuildingklassen ging sowohl die Teilnehmerzahl, als auch die
Qualität der Teilnehmerinnen deutlich zurück. In keiner
Damen-Bodybuildingklasse waren mehr als 10 Teilnehmerinnen am Start. Von
allen Damen-Bodybuilderinnen ist die Ukrainerin Olga Kolot hervorzuheben,
die die Damenklasse bis 57 kg dominierte. In der Damenklasse über 57 kg
siegte die Ukrainerin Ira Petrenko vor der Slowakin Jana Purdjakova. In
der Damenklasse bis 52 kg setzte sich ebenfalls eine Ukrainierin, Olga
Novick, durch. Die Ergebnisse der EM der Damen, Fitness und Paare können
im Internet unter www.ifbb.com
nachgelesen werden.
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In
memoriam Michael Hesener: |
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Am 04.05.2001 verstarb
bei einem tragischen Unfall der deutsche Staatsbürger Michael
Hesener, welcher in Österreich lebte und sich auf die Teilnahme bei
dem Nordrhein-Westfalen Cup am 05.05.2001 vorbereitete.
Michael Hesener war im Fitness-Studio Top Gym in Wien als Trainer tätig
und hat dort vielen Athleten bei der Wettkampfvorbereitung
geholfen.
Namens des ÖABBV-IFBB/Austria sprechen wir seinen Angehörigen
unser aufrichtiges Beileid aus. |
Mit sportlichen Grüßen
Axel
Bauer
Günther Schulz
Präsident
e.h.
Schriftführer e.h.
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