ifbblogo.jpg (10442 Byte)
ÖABBV-IFBB/AUSTRIA

 

 

öabbv.gif (3624 Byte)

öabbv2.gif (2817 Byte)

 

 

Präsident: Mag. Axel Bauer

Strohgasse 16/10   A-1030 Wien
Telefon +43 (1) 710 54 99, Telefax +43 (1) 710 54 99-9
E-mail: axel.bauer@chello.at

Angeschlossen an:
International Federation of Bodybuilders (IFBB), GAISF, UNESCO und UIA


 

An alle Athletinnen und Athleten,
Funktionäre und Verbandspersonen
des ÖABBV-IFBB / Austria

 


RUNDSCHREIBEN III / 01

 


Die Salzberghalle in Hallein war Austragungsort der diesjährigen österreichischen Meisterschaften, an denen 42 Athletinnen und Athleten teilnahmen. Die Veranstaltung wurde vom SABBV-IFBB und dessen Präsidenten, Manfred Petautschnig, der die schwierige Aufgabe zu erfüllen hatte, nicht nur diese Meisterschaft zu organisieren, sondern auch selbst am Wettkampf teilzunehmen und sich für die Europameisterschaften zu qualifizieren, in ganz hervorragender Weise vorbereitet und ausgeführt. Die Salzberghalle war bis zum Bersten mit begeisterten Zuschauern gefüllt, die mit frenetischem Applaus die Athletinnen und Athleten anfeuerten. Unter den Ehrengästen befand sich auch der Bürgermeister der Stadt Hallein, Dr. Christian Stöckl, der von der Veranstaltung vollauf begeistert war und auch mehrere Siegerehrungen vornahm. Auch die Medien zeigten reges Interessen an der Veranstaltung und brachte Salzburg TV einen ausführlichen – und höchste positiven – Fernsehbericht über die Veranstaltung und stellte die Sportart Bodybuilding in ein äußerst positives Licht. Zu den einzelnen Klassen:

 In der Klasse männliche Junioren über 80 kg zeigte der Oberösterreicher Mario Novak eine sehr starke Leistung und verwies seinen Landsmann Alexander Rauscher auf den 2. Platz. Der Salzburger Oliver Zimmermann erzielte den 3. Platz sowie den Titel des Salzburger Landesmeisters. In der Klasse Damen bis 52 kg setzte sich die attraktive Ingrid Neuhofer gegen die deutlich massigere Franzisca Rosales aus Wien durch. Ein vielversprechendes Talent präsentierte sich in der Klasse Frauen über 57 kg mit der Tirolerin Sylvia Ratkovitz, welche nicht nur ihre Klasse, sondern auch den Gesamtsieg erzielte. In der Fitnessklasse bis 160 cm brachte die Salzburgerin Alexandra Hinterbauer eine ganz ausgezeichnete Leistung und zeigte nicht nur eine sehr ansprechende Kür, sondern auch und vor allem eine hervorragende sportlich feminine Körperentwicklung. In der Männer-Fitnessklasse zeigte der Salzburger Thomas Strobl ein sehr gutes Potential, schade, daß er der einzige Teilnehmer dieser Klasse war. In der Männerklasse bis 65 kg zeigte sich nach längerer Wettkampfpause und nur kurzer Vorbereitungszeit der Oberösterreicher Karl Kozzian in solider Form. Der Salzburger Peter Hager gewann die Männerklasse bis 70 kg in eindrucksvoller Manier. In der Männerklasse bis 75 kg zeigte sich Franz Wagneraus Oberösterreich in Topform und verwies seine Landsmänner Markus Kernegger und Andreas Gemeinhart auf die Plätze. 

In der Männerklasse bis 80 kg dominierte der Steirer Reinhard Lichtenegger, der über eine hervorragende Harmonie und Muskelschärfe verfügte. Die spannendste Klasse war zweifellos die Männerklasse bis 90 kg, in der neun Athleten teilnahmen. Von Anfang an zeichnete sich ein Kopf an Kopf Rennen zwischen dem Wiener Roman Kronberger und dem in Wien wohnenden deutschen Staatsbürger Michael Hesener ab. Diese Athleten miteinander zu vergleichen ist äußerst schwierig, denn sie verkörpern zwei ganz unterschiedliche Athletentypen. Michael Hesener war knallhart definiert, zeigte aber in der Muskelentwicklung einzelner Muskelgruppen und seiner Präsentation (Posing) einige Schwächen. Besonders störend an seiner Präsentation war, daß er nicht in der Lage war seine Bauchmuskeln unter Kontrolle zu halten. Roman Kronberger hingegen ist ein Harmonieathlet, der es versteht sich in überschwenglicher Manier dem Publikum zu präsentieren, andererseits fehlte es ihm deutlich an der Definition. Daß diese beiden Athleten im Finale knapp beieinander lagen und dies den Athleten bewußt war zeigte sich vor allem im Pose down, bei dem die beiden Athleten versuchten sich gegenseitig von der Bühne zu drängen, ja sogar mit Kopfstößen zu traktieren. Letztlich setzte sich die Harmonie Kronbergers knapp gegen die Definition Heseners durch. Sehr solid war auch die Leistung der Salzburger Josef Schwab und Andreas Ehrschwendtner. 

In der Klasse Männer über 90 kg gab es vom Namen her von Anfang an keine Zweifel am Sieger. Der 125kg schwere Lokalmatator, Manfred Petautschnig, dominierte diesen Wettkampf in selten gesehener Manier und verwies den ebenfalls exzellent vorbereiteten Christian Pickelmann auf den zweiten Platz. Der Wiener Thomas Pölzelbauer zeigte eine sehr ansprechende Form und belegte den dritten Platz. Der Gigant aus Niederösterreich, Paul Grund, belegte den guten vierten Platz. Völlig enttäuschend verlief der Wettkampf für den wesentlich höher eingeschätzten Niederösterreicher Niki Adametz, der bei weitem nicht seine Bestform erreichte und nach der Vorwahl resignierte. Schade, daß es diesem sympathischen Athleten diesmal nicht gelungen ist, seine Bestform zu erreichen. Ein Höhepunkt der Veranstaltung war auch die Premiere der Klasse „Rollstuhl-Bodybuilder“, in der unter tosendem Beifall des Publikums Rüdiger Himmsel aus Oberösterreich den Meistertitel erlang. Er führte dem Publikum eindrucksvoll vor Augen, welche gesundheitsfördernde Wirkung Bodybuilding haben kann, wenn man es konsequent betreibt. Der ehemals an einer spastischen Lähmung leidende Athlet war bis zu seinem 12. Lebensjahr an den Rollstuhl gefesselt und gelang es ihm durch konsequentes hartes Training seinen Körper so weit zu verbessern, daß er in der Lage ist einen ordentlichen Bodybuilding-Wettkampf mit allen Bewertungsteilen (Körperbewertung, sieben Pflichtposen, Posing, Pose down) zu absolvieren. Rüdiger ist ein Vorbild und können wir nur hoffen, daß wir in Zukunft auch andere Athleten in dieser Klasse zu einer Teilnahme motivieren können. Im Paarbewerb erzielten Ingrid und Christian Neuhofer den Titel der österreichischen Meister. Sie zeigten eine schön einstudierte Kür, Christian Neuhofer – an sich ein Athlet mit guter Muskelmasse – zeigte aber keine Definition, die für eine Wettkampfteilnahme ausreicht. 

Den Gesamtsieg bei den Männer erzielte erwartungsgemäß Manfred Petautschnig, der in der anschließenden EM-Qualifikation als einziger österreichischer Teilnehmer durch die Jury für die Teilnahme an der Europameisterschaft qualifiziert wurde. 
In der Anlage (sowie im Internet unter www.ifbb.at) finden Sie die Ergebnislisten dieser Meisterschaft.




Baku City, die am Kaspischen Meer gelegene Hauptstadt Azerbaijans, war Austragungsort der diesjährigen Europameisterschaften der Männer. Rauf Bunyataliyev, der Präsident des azerbaijanischen Bodybuildingverbandes, verstand es in ganz ausgezeichneter Weise diesen Wettkampf zu organisieren und wurde dabei nicht zuletzt durch den Präsidenten des nationalen olympischen Komitees Azerbaijans, Ilham Aliyev, unterstützt. Die Athleten und Delegierten wurden von den Mitgliedern des Organisationskomitees freundlich empfangen und genossen die Gastfreundschaft der Azerbaijaner. Schade, daß nur insgesamt 60 Athleten am Wettkampf teilnahmen, dies mag aber auch daran gelegen haben, daß die Flugkosten nach Azerbaijan beträchtlich sind und etwa für den ÖABBV-IFBB/Austria mit ca. S 12.000,-- pro Person zu Buche schlugen. In der Klasse bis 65 kg waren nur vier Athleten am Start, über den Sieg des Slowaken Vladimir Kristov, gab es von Anfang an jedoch keine Zweifel. In der Klasse bis 70 kg sicherte sich Alexander Klier aus der Tschechischen Republik mit einer sehr harmonischen Körperentwicklung den Sieg vor dem Türken Soner Ichoz, der Schwede Michael Anderson, der vor allem durch seine massiven Oberarme beeindruckte, belegte den 3. Platz. In der Klasse Männer bis 75 kg kannte der Jubel des Publikums keine Grenzen, als der Routinier Tagir Fakhrutdinov, aus Azerbaijan (früher startete er für Russland) zum Weltmeister gekürt wurde. Bemerkenswert war, daß das Publikum fast zu 100 Prozent aus Männern bestand, offenbar sind Frauen als Zuschauerinnen bei Bodybuildingwettkämpfen in Azerbaijan nicht erwünscht. Die 2000 Zuschauer fassende Halle war bis auf den letzten Platz gefüllt, die hintere Hälfte der Halle stand dem Publikum bei freiem Eintritt zur Verfügung. Aus den Händen des Präsidenten des nationalen olympischen Komitees Azerbaijans und des Generalsekretärs der IFBB, Dr. Raffael Santonja, empfing Tagir Fakhrutdinov sohin die Goldmedaille für den Sieg in dieser Klasse. In der Klasse bis 80 kg siegte der Vorjahresweltmeister Sergej Dimitriev aus Russland, der Ukrainer Olexandr Bilous, zeigte aber auch eine sehr gute Form.

In der mit 17 Teilnehmern am stärksten besetzten Klasse bis 90 kg dominierte der Slowake Stefan Havlik vor dem Tschechen Ladislav Kurcik. Das österreichische Interesse galt allein der Klasse Männer über 90 kg, in der sich Manfred Petautschnig als größter und schwerster Teilnehmer mit 123 kg präsentierte. Die Schwergewichtsklasse war mit 15 Teilnehmern nicht nur zahlenmäßig sehr stark besetzt, sondern sie war auch ganz eindeutig die Klasse mit den massigsten und härtesten Athleten. Manfred Petautschnig präsentierte sich in sehr guter Form und zeigte eine gute Mischung zwischen Masse, Definition und Eleganz in der Präsentation. Noch schärfer definiert als er, war der Pole Radoslaw Slodkiewicz, der allerdings bei weitem nicht über seine Muskelmasse verfügte. Unglaublich massig und sehr gut definiert war der Litauer Rolandos Pocius, der sich letztlich gegen den sehr harmonischen und gut definierten Darius Karpinsky aus Polen durchsetzte. 

Den dritten Platz erzielte der letztes Jahr bei der WM in der Klasse bis 90 kg gestartete Litauer Olegas Zuras. Den vierten Platz erreichte der Russe Oleg Makshantsev, ein Riese mit gewaltigen Proportionen und guter Definition, jedoch einer markanten Schwäche im Trizepsbereich. Den fünften Platz belegte also unser Teilnahmer, Manfred Petautschnig, der von vielen im Publikum, welche immer wieder „Austria, Austria“ skandierten, als Sieger gesehen wurde. Ebenfalls ganz begeistert von unserem Manfred war der Präsident des Azerbaijanischen olympischen Komitees, welcher sich bei unserem Präsidenten ausführlich über die bisherige sportliche Entwicklung Manfreds erkundigte. Er bestand dann auch darauf, daß er im Siegerfoto aufgenommen wird, auf dem Manfred Petautschnig abgebildet ist. 

Nach dem Wettkampf stürmte das Publikum den Umkleidebereich und belagerte die Athleten mit Foto- und Autogrammwünschen, wobei sich viele auf unseren Teilnehmer, Manfred Petautschnig, regelrecht stürzten, so daß Sicherheitskräfte unseren Manfred abschirmen mußten.

 Zusammenfassend waren die Europameisterschaften sportlich und organisatorisch ein großer Erfolg und können wir mit dem von Manfred Petautschnig erzielten fünften Platz sehr zufrieden sein. Auch unsere Freunde aus Deutschland waren nur mit einem Teilnehmer vertreten, der harmonische, sympathische, jedoch zu wenig definierte Thomas Devant erzielte in seiner Klasse Männer bis 90 kg den vierten Platz.


 



Athleten aus Bosnien, der Slowakei und Österreich nahmen am diesjährigen Großen Preis von Österreich im Volkshaus in Marchtrenk teil. Die Veranstaltung war ausgezeichnet organisiert und waren insgesamt 33 Athletinnen und Athleten am Start. Das Marchtrenker Lokalfernsehen brachte einen ausführlichen Bericht über diese Veranstaltung. Die Veranstaltung wurde auch auf Video aufgenommen und kann das Video bei Herrn Bertold Mosch, Schwadorfer Straße 16, 3106 St. Pölten (Tel. 0676/489 75 12; 02742/892 4128) bestellt werden (Vorkampf S 200,--; Finale S 300,--; Vorkampf und Finale S 500,--). Bei den Junioren über 80 kg zeigte sich mit Mario Novak ein außerordentliches Talent, dieser Athlet verfügt über ein hervorragendes Potential und verwies den Salzburger Oliver Zimmermann auf den zweiten Platz. In der Rollstuhlklasse zeigte wiederum der Oberösterreicher Rüdiger Himsl, welche positiven Wirkungen Bodybuilding auf die Körperentwicklung und Gesundheit haben kann. Er erzielte nicht nur den Sieg im Großen Preis von Österreich, sondern auch den oberösterreichischen Landesmeistertitel. Bei den Damen-Bodybuildingklassen zeigte vor allem Inge Hörlezeder eine sehr gute Form und sicherte sich neben dem niederösterreichischen Landesmeistertitel auch den Damengesamtsieg. In der Damen-Fitnessklasse bis 160cm Körpergröße präsentierte die Slowakin Marcella Sucholakova eine ambitionierte Kür, welche vom Publikum mit tosendem Applaus bedacht wurde. 

In der Frauen-Fitnessklasse über 160 cm zeigte die Wienerin Claudia Weber eine turnerisch anspruchsvolle Kür, mußte sich aber im Stechen um den Gesamtsieg der dynamischeren Marcella Sucholakova geschlagen geben. In der Klasse Männer bis 65 kg ließ Routinier Karl Kozzian seinem Konkurrenten Johann Kuntner (beide Oberösterreich) keine Chance und sicherte sich neben dem oberösterreichischen Landesmeistertitel auch den Sieg im Großen Preis von Österreich. In der Klasse Männer bis 70 kg war der Slowake Richard Riedl – leider konkurrenzlos – gut seine Masse, Harmonie und extreme Definition wurde vom Publikum mit tosendem Applaus bedacht.

In
der Klasse Männer bis 75 kg zeigten die österreichischen Teilnehmer Andreas Gemeinhart, Markus Kernegger und Franz Wagner alle eine sehr gute Leistung, insbesondere Franz Wagner beeindruckte durch eine sensationelle Oberkörperentwicklung und Definition, doch der Slowake Andrej Mozolani, war für diese drei Athleten eine Nummer zu groß. Beeindruckend bei Mozolani war vor allem seine Trizepsentwicklung, wenn man diesen Athleten auf der Bühne sah, konnte man kaum glauben, daß er nur 75 kg wog. In der Männerklasse bis 80 kg dominierte ebenfalls ein Slowake, Peter Kokoska. Andreas Hrovath aus Wien zeigte eine sehr gute Definition und sicherte sich den zweiten Platz. Publikumsliebling Alexander Kratochwil konnte Landsmann Alfred Pichler auf den vierten Platz verweisen. 

Der oberösterreichische Landesmeistertitel in der Klasse Männer bis 80 kg ging verdient an Franz Wagner, der Markus Kernegger mit zehn Punkten Abstand auf den zweiten Platz verwies. In der Klasse Männer bis 90 kg siegte abermals ein Slowake: Marian Cambal, ein harmonischer und bestens definierter Athlet, dem die übrigen Teilnehmer (5 Österreicher und ein Bosnier) nichts entgegen setzen konnten. Der oberösterreichische Landesmeistertitel ging an Markus Reischl, den Titel des niederösterreichischen Landesmeisters sicherte sich Herwig Steurer. In der Klasse Männer über 90 kg entwickelte sich an der Spitze ein spannender Dreikampf zwischen Christian Pickelmann, Alfred Emsenhuber und dem Slowaken Mario Ondris. Letztlich setzte sich die Wucht und Harmonie des Slowaken gegen die extreme Definition Pickelmanns und die Eleganz Emsenhubers durch. Paul Grund belegte den vierten Platz und sicherte sich den Titel des niederösterreichischen Landesmeisters. 

Beim Stechen um den Gesamtsieg sah sich unser Karl Kozzian einer Armada slowakischer Klassensieger gegenüber. Nicht für das Publikum, jedoch für den Athleten kam dann der Gesamtsieg von Richard Riedl völlig überraschend, doch der Athlet war zwar nicht der größte und wuchtigste Teilnehmer, jedoch der insgesamt kompletteste mit der insgesamt besten Harmonie und Definition. Bei ihm gab es keine Körperpartie, welche nicht sowohl von der Muskelgröße als auch der Muskelschärfe exzellent ausgebildet war. Bereichert wurde die Veranstaltung durch einen Gastauftritt der Weltmeisterin 1999, Susanne Niederhauser, und einer Kickboxdemonstration des zweifachen und zur Zeit regierenden Weltmeisters im Kickboxen im Superschwergewicht (+95 kg) nach WFCA Version, Mahmic Salko und seinem Trainer Amir Topalovic.




Am 18.05.2001 fand anläßlich der Europameisterschaften der Damen, Fitness und Paare in Kiew die Gründungsversammlung der EBBF (European Bodybuilding Federation) statt. Bereits seit ca. 10 Jahren wird die Gründung dieses Verbandes diskutiert, dessen Gründung nicht zuletzt deshalb notwendig und sinnvoll ist, da europäische Athletinnen und Athleten die internationalen Amateurbewerbe dominieren, anders als andere Kontinente aber über keine kontinentale Verbandsstruktur verfügen. Anläßlich der WM 2000 in Malakka wurde eine Unterschriftenaktion ins Leben gerufen, die von zwölf europäischen Staaten, darunter auch Österreich, propagiert wurde, anläßlich der Gründungsversammlung in Kiew nahmen die Vertreter von 20 europäischen Ländern teil und wurde Dr. Raffael Santonja mit einstimmigem Beschluß beauftragt die weiteren Gründungsverhandlungen zu leiten. Diskutiert wurde der vorliegende Satzungsentwurf, der sich stark an die Satzungen der IFBB anlehnt. Die Endfassung der Satzung soll anläßlich der WM 2001 in Yangon/Myanmar festgelegt werden. Anläßlich der EM der Männer 2002 in Minsk soll die konstituierende Generalversammlung der EBBF stattfinden und deren Executive Council gewählt werden.

 



Der ukrainische Bodybuildingverband unter der Leitung von Andreij Dogokir und Igor Deliev war Organisator der diesjährigen EM der Damen, Fitness und Paare. Kiew hat 3 Mio. Einwohner und liegt am malerischen Dnepr, die Stadt zeigte sich von ihrer schönsten Seite: strahlender Sonnenschein, imposante Kulturdenkmäler und ein Bodybuilding-begeistertes Publikum. Die Unterbringung der Athletinnen und Athleten erfolgte im zentral gelegenen Hotel „Sport“, von dort aus konnten kulturbegeisterte Wettkampfteilnehmer und Funktionäre die Altstadt erkunden und etwa die aus dem 12. Jahrhundert stammende Michailowsky-Kathedrale mit ihren goldenen Dachkuppeln besichtigen. Ähnlich wie bei den EM der Männer ist negativ aufgefallen, daß die Zahl der teilnehmenden Athletinnen/Athleten gegenüber dem Vorjahr stark zurückgegangen ist. Lediglich knapp 70 Teilnehmer waren am Start und war vor allem in den Frauen Bodybuildingklassen auch ein starker Rückgang der Leistung festzustellen, was zum Teil auch daran liegen kann, daß das Wettkampfreglement für die Bodybuilderinnen geändert wurde. Auffallend war, daß in den Fitnessklassen teilweise muskulösere Athletinnen am Start waren, als in den Bodybuilding-Klassen. 


Die Fitness-Athletin Ela Borecka aus Polen, die in der Fitness-Klasse bis 160 cm startete, hätte meines Erachtens problemlos die Damen Bodybuildingklasse bis 52 kg gewonnen. In den Fitnessklassen folgten die Schiedsrichter konsequent dem neu vorgegebenen Trend muskulöse Athletinnen herunter zu werten. Nur so konnte es geschehen, daß die äußerst harmonische jedoch auch sehr muskulöse und definierte Ela Borecka lediglich den 3. Platz belegte. Die etwas weniger muskulöse Tschechin Vlasta Gruberova belegte den 2. Platz, völlig verdient holte sich die Russin Margarita Avtioukhovitch den EM-Titel. In der neugeschaffenen Fitnessklasse bis 167 cm Körpergröße dominierte die Ex Profi-Athletin Marietta Zigalova und verwies die Tschechin Barbora Benesova (ehemalige Bodybuilderin) auf den 2. Platz. Die junge Polin Kasija Kaliszewska erreichte die Bronzemedaille. In der Fitnessklasse über 167 cm Körpergröße dominierte die Polin Camila Porczyk mit einer ausgewogenen Kombination aus Harmonie, Definition und extravaganter Kür vor der Lokalmatadorin, Alevtina Titarenko, aus der Ukraine, jener Athletin, die bei weitem die anspruchsvollste Kür zeigte. Den 3. Platz belegte die meines Erachtens viel zu hoch plazierte Russin Svetlana Stilakova, die eine für die Fitnessklasse übermäßige Muskulosität zeigte.  

In den Damen-Bodybuildingklassen ging sowohl die Teilnehmerzahl, als auch die Qualität der Teilnehmerinnen deutlich zurück. In keiner Damen-Bodybuildingklasse waren mehr als 10 Teilnehmerinnen am Start. Von allen Damen-Bodybuilderinnen ist die Ukrainerin Olga Kolot hervorzuheben, die die Damenklasse bis 57 kg dominierte. In der Damenklasse über 57 kg siegte die Ukrainerin Ira Petrenko vor der Slowakin Jana Purdjakova. In der Damenklasse bis 52 kg setzte sich ebenfalls eine Ukrainierin, Olga Novick, durch. Die Ergebnisse der EM der Damen, Fitness und Paare können im Internet unter www.ifbb.com nachgelesen werden.

 


 

In memoriam Michael Hesener:

Am 04.05.2001 verstarb bei einem tragischen Unfall der deutsche Staatsbürger Michael Hesener, welcher in Österreich lebte und sich auf die Teilnahme bei dem Nordrhein-Westfalen Cup am 05.05.2001 vorbereitete. 

Michael Hesener war im Fitness-Studio Top Gym in Wien als Trainer tätig und hat dort vielen Athleten bei der Wettkampfvorbereitung geholfen. 

Namens des ÖABBV-IFBB/Austria sprechen wir seinen Angehörigen unser aufrichtiges Beileid aus.

Mit sportlichen Grüßen

Axel Bauer                                                                                           Günther Schulz

Präsident e.h.                                                                                       Schriftführer e.h.

 

  © Copyright 2001  www.ifbb.at & Kammermayer Robert- All rights reserved.