An alle Athletinnen und Athleten,
Funktionäre und Verbandspersonen
des ÖABBV-IFBB/Austria
RUNDSCHREIBEN II/00
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Die Teilnehmer- und Zuschauerzahlen bei dieser Meisterschaft blieben etwas hinter den Erwartungen zurück. Dank der perfekten Organisationsleistung des oberösterreichischen Amateur Bodybuilding Verbandes lief die Veranstaltung aber reibungslos ab und hatte in World Games Sieger und Paar Weltmeister Walter Lettner (OÖ) einen Gaststar, der sich in sehr respektabler Form befand, als Höhepunkt der Veranstaltung aufzuweisen. Besonders herausragende Leistungen wurden von Walter Stückler, Europameister 1994, erbracht, der sich souverän nicht nur den Klassensieg in der Klasse Männer bis 80 kg, sondern auch den Gesamtsieg sicherte und von Nedialko Stoilov, einem für das Top Gym startenden Bulgaren erbracht, dem in Bälde die österreichische Staatsbürgerschaft verliehen werden wird. In der Klasse Frauen bis 57 kg stach Monika Volb hervor, die deutlich werden ließ, daß Österreichs Medaillenhoffnungen bei der diesjährigen EM in Torremolinos/Spanien erfüllt werden können. Besonders ergreifend war das Antreten des an einer spastischen Lähmung leidenden Rüdiger Himsel, der bis zu seinem 12. Lebensjahr an den Rollstuhl gefesselt war und durch Bodybuilding soviel Kraft geschöpft hat, daß er wieder gehen kann und sogar in der Lage ist eine bewertbare Wettkampfleistung im Bodybuilding zu erbringen. Besonders motiviert wurde dieser Athlet von Arnold Schwarzenegger, der ihm anläßlich des Arnold Classic ein persönliches Geschenk überreichte.
1.2. Internationale österreichische Meisterschaft, Wiener Landesmeisterschaften, 13.05.2000 Klosterneuburg
Erstmals fanden die österreichischen Meisterschaften organisiert vom WABBV-IFBB und finanziert vom Fitness-Studio Top Gym/Wien in Klosterneuburg statt und stellte sich heraus, daß die "Babenberger Halle" einen hinreichend repräsentativen Rahmen für diese Veranstaltung gab. 28 Athletinnen und Athleten nahmen an den österreichischen Meisterschaften teil, der Leistungsstandard war insgesamt sehr zufriedenstellend, einige Athleten, insbesondere der Steirer Walter Stückler, befanden sich in Weltklasseform. Nachdem in diesem Jahr die Europameisterschaft der Männer nicht wie üblich im Mai/Juni, sondern im November stattfindet, also kein Qualifikationswettkampf der Männer heranstand, nutzten zahlreiche Athleten die Absenz von arivierten Athleten um selbst in das Rampenlicht zu treten. In der Klasse männliche Junioren bis 80 kg ist die Leistung von Gerhard Maier besonders hervorzuheben, der sich in ganz ausgezeichneter Form präsentierte. Bei den Damen präsentierte sich Monika Volb (OÖ) in ausgezeichneter Form und qualifizierte sich für die Europameisterschaften in Torremolinos. Die Fitness-Klassen wurden von den Salzburger Athletinnen Alexandra Hinterbauer und Ingrid Gruber dominiert. Bei beiden Damen konnte man sich an einer ambitionierten Kür erfreuen. Ingrid Gruber errang auch mit ihrem Mann den Sieg im Paarbewerb, wobei das Paar eine sehr schön choreographierte Kür zeigte. Den Gesamtsieg bei den Damen Bodybuilding Klassen erzielte in ganz souveräner Manier Monika Volb, auf deren Schultern die österreichischen Medaillenhoffnungen bei der EM in Torremolinos ruhen. Bei den Männerklassen wurde durchwegs ein guter Leistungsstandard gezeigt, wirklich phänomenal war die Leistung des Europameisters 1994, Walter Stückler: Er war vom Scheitel bis zur Sohle perfekt auf diesen Wettkampf vorbereitet, alle Muskeln waren harmonisch und messerscharf definiert ausgeprägt, dazu versteht es Walter Stückler wie wenig andere sich optimal zu präsentieren. Zweifellos befand er sich in der bisher besten Form seines Lebens, so daß er verdientermaßen nicht nur den österreichischen Meistertitel in der Klasse Männer bis 80 kg, sondern auch den Gesamtsieg und die Andreas Münzer Trophy errang. Der letztgenannte Pokal wurde ihm im Gedenken an den 1996 unter tragischen Umständen verstorbenen Weltklasseathleten Andreas Münzer, seinem Trainingspartner und Freund, verliehen. Besonders stark besetzt war auch die Klasse Männer bis 90 kg mit acht Teilnehmern, wobei die ersten drei, Herwig Steurer, Roland Scharschon und Nedialko Stoilov besonders hervorzuheben sind. In der Anlage finden Sie die Ergebnislisten dieser Veranstaltung.
Die Journalistin Birgit Baumann hat ein im Falter-Verlag erschienenes Buch mit dem Titel "Sport in Wien" veröffentlicht, in dem auch sehr ausführlich über Fitness/Bodybuilding berichtet wurde. Neben allgemeinen Informationen über den Fitness- und Bodybuilding Sport enthält dieses Buch nicht nur die Adresse des ÖABBV IFBB/Austria, sondern auch zahlreicher Bodybuilding und Fitness Studios in Wien. Angereichert ist das Buch mit Zitaten von Klaus Wallhof, Präsident des Wiener Amateur Bodybuilding Verbandes IFBB.
Bernhard Ölz, Präsident des VABBV IFBB hat sich trotz des großen finanziellen Risikos dazu entschlossen das Bodybuilding-Geschehen in Vorarlberg zu beleben und mit Zustimmung des ÖABBV IFBB/Austria eine Vorarlberger Landesmeisterschaft mit internationaler Beteiligung auszuschreiben. An Aufwandsentschädigung werden S 60.000,-- verteilt auf die Finalisten der jeweiligen Klassen ausgelobt. Auf die beiliegende Ausschreibung wird verwiesen.
Am 04.02.2000 hat Fawzi Khodari, Libanon, offiziell seinen Rücktritt von der Position des Liaison Direktors für die arabischen Länder bekannt gegeben. Herr Fawzi Khodari ist deshalb nicht länger Mitglied der IFBB.
5.3.1. Körperbewertung:
Wesentlichste Regel: Exzessive Muskulosität ist zu vermeiden und muß zu einer schlechteren Bewertung führen.
5.3.2. Kür:
In der Ausgabe der Zeitschrift Flex April 2000 fand sich ein sehr ausführlicher Bericht über die sportlichen Erfolge der österreichischen Athletinnen bei der Weltmeisterschaft in Sydney/Australien. Auszugsweise übersetzt fanden sich folgende Passagen in dem Artikel "Austrians `n Sync".
"Von den 28 Ländern, die letzten Oktober bei den IFBB Weltmeisterschaften der Amateure in Sydney/Australien vertreten waren, erzeugte ein Trio österreichischer Athletinnen den besten Eindruck und verlieh der Veranstaltung viel ihrer Farbe und optischen Wirkung. Herausragend in dieser Gruppe war Susanne Niederhauser, welche die Goldmedaille im Mittelgewicht erzielte. Mit ihrer Leistung nicht weit hinter ihr fand sich die strahlende Claudia Klumeier, die den 4. Platz im Mittelgewicht erzielte, so daß sich zwei österreichische Athletinnen in den Top Five der Mittelgewichtsklasse zum ersten Mal bei einer Bodybuilding Weltmeisterschaft der Damen fanden. Hinzu kam, daß sich Gabriele Meier unter den Top Ten der Schwergewichtsklasse plazierte und den 9. Platz erreichte. Zusammen erzielten diese drei Athletinnen das beste Teamergebnis, das jemals bei einer Weltmeisterschaft erzielt wurde, so daß für die Zukunft zu erwarten ist, daß dieses kleine Land mit einem noch größeren Medaillenhunger in das neue Jahrtausend einzieht."
Besonders hervorgehoben wurde naturgemäß die Leistung von Susanne Niederhauser, über die im Bericht erwähnt wird, daß sie über einen Traumkörper (dream physique) verfügt und alle Qualitäten aufweist, die man sich von einer Weltmeisterin erhoffen kann.
Mit sportlichen Grüßen
Axel Bauer Günther Schulz
Präsident e.h. Schriftführer e.h.