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In der am 16.02.2002 in der Kürnberghalle in Leonding stattgefundenen
ordentlichen Generalversammlung des ÖABBV-IFBB/Austria wurden die
Wettkampfregeln für 2 neue Klassen, die
Frauen-Fitness-Figurklasse und die Männer-Body-Fitness-Klasse
beschlossen. Die Wettkampfbestimmungen werden im Folgenden
dargestellt:
Männer – Body – Fitness –
Klasse
Wettkampfregeln
1.
Die
Wettkampfregeln sind in die Systematik der österreichischen
Bodybuildingwettkampfbestimmung des ÖABBV-IFBB/Austria einzufügen.
Die §§ 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 7a, 8, 9, 10, 11, 11a, 12a, 14, 15
und 16 ÖBBW sind auf diese neue Klasse sinngemäß mit folgenden
Modifikationen anzuwenden.
1.1.
Bei
nationalen Meisterschaften und Landesmeisterschaften erfolgt die
Klasseneinteilung nach einer Körperindexformel: Körpergröße-100=maximales
Wettkampfgewicht.
1.2.
Ein Athlet
mit einer Körpergröße von zB.: 170 cm darf maximal 70 kg
wiegen. Ausschlaggeben für die Ermittlung der Klasseneinteilung
ist die Körpergröße und das Gewicht am Wettkampftag bei der
Abwaage/Feststellung der Körpergröße.
2.
Wettkampfablauf:
2.1.
Eliminationsrunde
Bei
mehr als 10 Teilnehmern wird eine Eliminationsrunde nach den
Regeln über die Eliminationsrunde für Bodybuildingbewerbe der Männer
durchgeführt. Die besten 10
qualifizieren sich für das Semifinale.
2.2.
Semifniale:
2.2.1.
Runde 1 (Line-up)
Die
Athleten werden auf der Bühne in einer Linie nach Anweisung des
Leiters der Präsentation aufgestellt und führen dann auf
Anordnung durch den Jurysprecher/Leiter der Präsentation im
Uhrzeigersinn ¼ Drehungen durch (Forderansicht, Seitenansicht
links, Rückenansicht, Seitenansicht rechts, Ausgangsposition). Körperhaltung:
geschlossene Füße, aufrechter Stand, aufrechte Kopfhaltung,
Blick geradeaus, Arme parallel zum Körper, keine Posen erlaubt.
Bewertungsrichtlinien:
Symmetrie,
Harmonie, Proportionen, Gesamteindruck, allgemeine Körperpflege,
gleichmäßige Bräunung, sportlich- athletische Erscheinung.
Extreme Muskulosität, Vaskulosität und Definition wie in den
Bodybuildingklassen soll zu einer schlechteren Bewertung führen.
Gesucht wir der ästethisch muskulöse nach allgemeinem Geschmack
schöne Männerkörper ohne extreme Muskulosität, Vaskulosität
und Definition.
2.2.2.
Runde 2 (Pflichtposen)
Die
Durchführung der Pflichtposen erfolgt in gleicher Weise wie bei
den Bodybuildingklassen der Männer, es gelangen aber nur folgende
Pflichtposen zur Ausführung:
1.
Pose: Doppelbizeps von Vorne
2.
Pose: Latissimus von Vorne
3.
Pose: Latissimus von
Hinten
4.
Pose: Seitliche Trizepspose
5.
Pose: Bauch und Beine
(Arme hinter dem Kopf)
Körperhaltung: Sämtliche Muskelgruppen sollten in jeder Pose angespannt sein.
Bewertungsrichtlinien:
Gleichmäßige Muskelentwicklung, Muskelteilung, Proportion,
sportlich- athletische Erscheinung, exakte Ausführung der Posen,
Gesamtausstrahlung.
2.2.3.
Runde
3 (Fitnessrunde)
Zur
Fitnessrunde erscheinen die Athleten in Sportbekleidung ihrer Wahl
(keine Posinghose) Mindestbekleidung: kurze Sporthose (tight-fit),
Trägerlaibchen für den Oberkörper; Sportschuhe nach Wahl des
Athleten. Auf der Bühne ist ein Ausdauerfitnessgerät aufzubauen
(zB.: Rudergerät, Bankdrückmaschine, Klimmzuggerät oder ähnliches)
– das Fitnessgerät ist in der Ausschreibung zum Wettkampf
bekannt zu geben. Jeder Athlet hat 120 sec. Zeit um eine max.
Wiederholungszahl zu erzielen. Der Athlet mit der höchsten
Wiederholungszahl erhält die Platzziffer 1, der mit der
geringsten Wiederholungszahl die höchste Platzziffer je nach
Teilnehmerzahl. Die Durchführung der
Runde 3 ist optional.
2.3.
Abendveranstaltung
(Finale)
Runde
4 – Finalisten (Top 6):
2.3.1.
Posingkür:
Die
besten 6 qualifizieren sich für die Abendveranstaltung, die Top 6
beginnen mit der Posingkür, jedem Teilnehmer stehen hiefür 90
sec. zur Verfügung.
Bewertungsrichtlinien:
Akzeptabel ist jede Pose, die in irgendeiner Weise die Körperentwicklung
zeigt. Saubere Ausführung der individuellen Posen und deren
Variationen, Kreativität in der Gestaltung der Kür, Übergänge
bei den einzelnen Posen, Bewegungsablauf insgesamt, Umsetzung der
Musik in Bewegung, Gesichtsausdruck (nicht zur Grimmasse
verzerrt). Die Kür kann auch Turn-, Gymnastik- oder Kraftelemente
enthalten, die eine körperliche Fitness demonstrieren. Bewertet
wird der Gesamteindruck der Darbietung unter Berücksichtigung von
Proportion, Harmonie und sportlich-athletischer Erscheinung. Nach
Abschluß der Kürdarbietungen werden die 6 Finalisten auf die Bühne
gerufen und führen diese dann auf Anweisung des
Jurysprechers/Leiter der Präsentation zunächst gemeinsam die 4 Körperdrehungen
und anschließend die 5 Pflichtposen durch und zeigen dann im
abschließenden Pose-down (Dauer 60 sec.) gemeinsam ihre Kür oder
Variationen daraus.
3.
Wettkampfbekleidung:
Die Bekleidungsvorschriften für Eliminationsrunde, Runde 1, Runde 2, und
Runde 4 entsprechen den Bekleidungsvorschriften bei den
Bodybuildingklassen der Männer. Für Runde 3 siehe Pkt. 2.2.3.
Wettkampfregeln für Frauen-Fitness-Figurklasse
1.
Wettkampfregeln – Grundsätzliches:
Die Wettkampfbestimmungen für die Frauen-Fitness-Figurklasse sind
in die österreichischen Bodybuildingwettkampfbestimmungen des ÖABBV-IFBB/Austria
einzufügen, wobei die § 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7a, 8, 9, 10, 11a, 14,
15 und 16 ÖBBW sinngemäß anzuwenden sind.
2.
Klasseneinteilung:
National gibt es nur eine Klasse. Bei großer Teilnehmerzahl
bleibt es der Wettkampfleitung überlassen das Feld aufzusplitten
und in zwei Größenkategorien (bis 160 cm und über 160 cm Körpergröße)
aufzuteilen. § 9 ÖBBW ist dahingehend zu verstehen, daß nur
eine Identitätsfeststellung und bei Aufsplittung in zwei Klasse
eine Feststellung der Körpergröße der Athletinnen stattfindet.
Im Zuge des Einschreibens (Registration der Wettkampfteilnehmer)
ist auch der verwendete Bikini zu kontrollieren.
3.
Bekleidungsvorschriften:
Jede Teilnehmerin muß beim Vorkampf (Runde 1 und 2) einen
sauberen, glatten, schwarzen Bikini tragen, wobei gemäß den
Regeln des Anstandes eine Mindestgröße einzuhalten ist.
Metallisches Material wie Gold- oder Silberlame ist nicht zulässig.
Während des Wettkampfes darf des Haar nicht Teile des Körpers
wie Schultern oder Rücken verdecken. Dezenter Schmuck ist
gestattet. In Runde 1 und 2 werden Schuhe mit max. 7 cm Fersenhöhe
getragen. In Runde 3 und im Finale (Kür) kann auch ein anderes
farbiger Bikini oder ein zweiteiliges Kombi–Short ausgewählt
werden, auch das Tragen von Turnschuhen ist gestattet. G-Strings
(String Tangas) sind generell nicht erlaubt. Schmuckstücke
(Uhren, Amuletts, Ketten, etc.) sind spätestens vor Betreten der
Bühne abzunehmen.
4.
Wettkampfablauf:
Vorentscheidung:
Eliminationsrunde:
Bei
mehr als 10 Teilnehmerinnen bleibt es dem Hauptschiedsrichter überlassen
eine Eliminationsrunde durchzuführen. Die Bewertung beginnt mit
der numerischen Aufstellung aller Teilnehmerinnen. Nach
Beurteilung der Vorder- und Rückenansicht führen nach Angabe des
Jurysprechers die Athletinnen in Gruppen von 5 Teilnehmerinnen
gemeinsam 4 Körperdrehungen im Uhrzeigersinn durch. Es
qualifizieren sich max. 10 Teilnehmerinnen für das Semifinale.
Semifinale:
Runde 1 – Line up:
Nach
dem Aufstellen der Teilnehmerinnen in numerischer Reihenfolge
drehen sich alle Teilnehmerinnen nach Angabe des Jurysprechers im
Uhrzeigersinn (also nach rechts) zunächst zur Rückenansicht und
anschließend wieder zur Ausgangsposition nach vorne. Körperhaltung:
geschlossene Füße, gerade Körperhaltung, aufrechte Kopfhaltung,
Blickrichtung geradeaus, Arme parallel zum Körper halten, keine
Posen (auch nicht andeutungsweise). Bewertungsrichtlinien:
Symmetrie, Harmonie, Proportionen, Gesamteindruck, feminine
Ausstrahlung, allgemeine Körperpflege, weibliche Ästhetik,
sportlich-athletische Erscheinung. Eine gute Form wird
vorausgesetzt. Ein bestimmter Muskeltonus muß vorhanden sein.
Extreme Muskulosität, Vaskulosität und Muskeleinschnitte wie in
den Bodybuildingklassen müssen zu einer schlechteren Bewertung führen.
Runde 2 – Vergleichswertungen:
Alle
Teilnehmerinnen treten zum Bühnenhintergrund zurück, der
Jurysprecher ruft auf Wunsch der jeweiligen Kampfrichter jeweils
3-5 Teilnehmerinnen gemeinsam für Vergleiche auf die Bühne.
Beginnend mit der Vorderansicht drehen sich die Athletinnen nach
Angabe des Jurysprechers im Uhrzeigersinn zunächst wieder zur
Seitenansicht links, dann zur Rückenansicht, weiter zur
Seitenansicht rechts und schließlich wieder zur Ausgangsposition
nach vorne. Jede Teilnehmerin muß mindestens 1 mal aufgerufen
werden. Die Bewertungskriterien entsprechen jener wie im Line-up.
Runde 3 – Posingkür:
Jeder
Teilnehmerin stehen für ihre Kür 90 sec. zur Verfügung. Nach 90
sec. wird die Musik ausgeblendet und die Athletin muß dann sofort
die Bühne verlassen. Bewertungsrichtlinien: Akzeptabel ist
jede Pose, die in irgendeiner Weise die Körperentwicklung zeigt.
Pflichtposen aus dem Frauenbodybuilding sind zu vermeiden oder nur
andeutungsweise (zB.: mit geöffneten Händen) zu zeigen. Das
Posing kann auch Tanz-, Gymnastik-, oder Aerobicelemente erhalten.
Kraftteile und Turnelement sind nicht notwendig und nicht
Bestandteil der Bewertung. Im Programm sollen die Posen fließend
in einander übergehen. Man erwartet Eleganz und Kreativität,
saubere Ausführung auch der individuellen Posen, sowie ein
Umsetzen der Musik in Bewegung. Bewertet wird die Choreografie,
der Gesamteindruck der Darbietung und die sportlich-athletische
Erscheinung.
4.1.3.
Abendveranstaltung:
4.1.3.1.
Runde 4 – Finale Top 6
Die
besten 6 qualifizieren sich für das Finale, zuerst zeigt jede
Teilnehmerin ihre Posingkür, für die 90 sec. zur Verfügung
stehen. Anschließend führen die 6 Finalistinnen gemeinsam die 4
Körperdrehungen auf Anweisung des Jurysprechers/Leiters der Präsentation
im Uhrzeigersinn durch (Bekleidung wie in Runden 1 und 2) und
zeigen dann im Pose-down (30 sec.) Teile
ihrer Kür oder Variationen daraus.
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