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Österreichs Team
bestehend aus Ilka Schwengel, Cornelia Schreiber und Monika Volb schlug
sich ganz hervorragend, allen voran ist die Leistung von Ilka Schwengel
hervor zu hebe, welcher in der stark besetzten Klasse bis 52 kg den
hervorragenden 4. Platz belegte und vor allem in Runde 3. (Posing) alle
Register Ihres Könnens zog. Sie war die kleinste und leichteste
Teilnehmerin, zeigte aber eine neben anderen Athletinnen fast filigran
athletisch – ästhetische – Form ganz nach dem Geschmack des Publikums
und der Kampfrichter. Die vor ihr platzierten Athletinnen glänzten mehr
durch Muskelmasse und Definition, als durch feminine Symmetrie, Harmonie
und Ästhetik, aber im Bodybuilding dominieren eben anders als in der
Fitness- und Body-Fitness-Kategorie Muskelmasse und Definition.
Vor
allem in der Bodybuilding Schwergewichtsklasse (über 57 kg) waren einige
Athletinnen am Start, bei denen sich viele Zuschauer und auch
Kampfrichter die Frage gestellt haben, wohin dieser Sport wohl führen
soll, wenn beispielsweise mehrere Athletinnen ein Verhältnis zwischen
Körpergröße und Körpergewicht aufweisen, wie es auch in der Männerklasse
Bodybuilding vorkommt. Dem entsprechend sahen diese Athletinnen auch
aus. Die EBU (European Broadcasting Union), welche die EBFF –
Meisterschaften regelmäßig aufzeichnet und für den Fernsehkanal
Eurosport sendet, berichtet deshalb auch nur mehr über die Fitness- und
Body-Fitnessklassen, nicht aber die Bodybuildingklassen der Frauen, weil
dieser Sport beim Fernsehpublikum nicht gut ankommt und die teilweise
monströse Muskelentwicklung der Bodybuilderinnen den massiven Abusus mit
verbotenen Substanzen geradezu augenfällig macht.
Neben dem sportlichen Programm konnte sich aber auch die
organisatorische Leistung der Veranstalter sehen lassen, für die
Teilnehmer des Wettkampfes wurde eine Sightseeingtour organisiert, in
deren Rahmen historische Orte, wie beispielsweise die Sommerresidenz der
Familie Romanov und die Räumlichkeiten, in denen der Yalta-Vertrag
zwischen den Alliierten unterzeichnet wurde, besichtigt worden. Die
Unterbringung der Nationalmannschaften erfolgte im imposanten
Yalta-Hotel, einer Bettenburg im altkommunistischen Stil, Schade, dass
die Sportveranstaltung selbst leider wie schon so oft in der
Vergangenheit zu einem Privatissimum degradiert wurde, zumal selbst beim
Finale maximal 200 zahlende Zuschauer anwesend waren. Der völlig
indisponierte Moderator, der nicht einmal in der Lage war beim Einmarsch
der Nationen die teilnehmenden Länder richtig anzukündigen (wegen
Trunkenheit?) und auch vom Wettkampfablauf keine Ahnung hatte musste
während der Veranstaltung entfernt werden, um einen reibungslosen Ablauf
zu gewährleisten.
Im Rahmen des Abschlussbankettes wurde EBFF Präsident
Dr. Rafael Santonja mit einem voll funktionsfähigen Kalaschnikov –
Maschinengewehr beschenkt, dem sämtliche Formulare für eine reibungslose
Ausfuhr beigelegt waren. In Kenntnis der gängigen Praxis der Handhabung
der Kontrollen bei der Ausreise aus der Ukraine durch das
Flughafenpersonal entschloss sich Dr. Santonia das Maschinengewehr per
UPS in seine Heimat nach Spanien zu versenden.
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