Europameisterschaften der Frauen
(Bodybuilding, Fitness und Body Fitness)
Yalta / Ukraine
21. – 23.052005

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Österreichs Team bestehend aus Ilka Schwengel, Cornelia Schreiber und Monika Volb schlug sich ganz hervorragend, allen voran ist die Leistung von Ilka Schwengel hervor zu hebe, welcher in der stark besetzten Klasse bis 52 kg den hervorragenden 4. Platz belegte und vor allem in Runde 3. (Posing) alle Register Ihres Könnens zog. Sie war die kleinste und leichteste Teilnehmerin, zeigte aber eine neben anderen Athletinnen fast filigran athletisch – ästhetische – Form ganz nach dem Geschmack des Publikums und der Kampfrichter. Die vor ihr platzierten Athletinnen glänzten mehr durch Muskelmasse und Definition, als durch feminine Symmetrie, Harmonie und Ästhetik, aber im Bodybuilding dominieren eben anders als in der Fitness- und Body-Fitness-Kategorie Muskelmasse und Definition.

Vor allem in der Bodybuilding Schwergewichtsklasse (über 57 kg) waren einige Athletinnen am Start, bei denen sich viele Zuschauer und auch Kampfrichter die Frage gestellt haben, wohin dieser Sport wohl führen soll, wenn beispielsweise mehrere Athletinnen ein Verhältnis zwischen Körpergröße und Körpergewicht aufweisen, wie es auch in der Männerklasse Bodybuilding vorkommt. Dem entsprechend sahen diese Athletinnen auch aus. Die EBU (European Broadcasting Union), welche die EBFF – Meisterschaften regelmäßig aufzeichnet und für den Fernsehkanal Eurosport sendet, berichtet deshalb auch nur mehr über die Fitness- und Body-Fitnessklassen, nicht aber die Bodybuildingklassen der Frauen, weil dieser Sport beim Fernsehpublikum nicht gut ankommt und die teilweise monströse Muskelentwicklung der Bodybuilderinnen den massiven Abusus mit verbotenen Substanzen geradezu augenfällig macht.

Neben dem sportlichen Programm konnte sich aber auch die organisatorische Leistung der Veranstalter sehen lassen, für die Teilnehmer des Wettkampfes wurde eine Sightseeingtour organisiert, in deren Rahmen historische Orte, wie beispielsweise die Sommerresidenz der Familie Romanov und die Räumlichkeiten, in denen der Yalta-Vertrag zwischen den Alliierten unterzeichnet wurde, besichtigt worden. Die Unterbringung der Nationalmannschaften erfolgte im imposanten Yalta-Hotel, einer Bettenburg im altkommunistischen Stil, Schade, dass die Sportveranstaltung selbst leider wie schon so oft in der Vergangenheit zu einem Privatissimum degradiert wurde, zumal selbst beim Finale maximal 200 zahlende Zuschauer anwesend waren. Der völlig indisponierte Moderator, der nicht einmal in der Lage war beim Einmarsch der Nationen die teilnehmenden Länder richtig anzukündigen (wegen Trunkenheit?) und auch vom Wettkampfablauf keine Ahnung hatte musste während der Veranstaltung entfernt werden, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten.

Im Rahmen des Abschlussbankettes wurde EBFF Präsident Dr. Rafael Santonja mit einem voll funktionsfähigen Kalaschnikov – Maschinengewehr beschenkt, dem sämtliche Formulare für eine reibungslose Ausfuhr beigelegt waren. In Kenntnis der gängigen Praxis der Handhabung der Kontrollen bei der Ausreise aus der Ukraine durch das Flughafenpersonal entschloss sich Dr. Santonia das Maschinengewehr per UPS in seine Heimat nach Spanien zu versenden.
 

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