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Tavira präsentierte sich den Teilnehmerinnen und Teilnehmern dieser
Europameisterschaften von seiner strahlensten Seite:
Schöne Hotels, prächtiges Badewetter und bemühte Organisation
hinterließen bei den Teilnehmern hauptsächlich positive Erinnerungen.
Dennoch muss man anmerken,
dass das Organisationskommittee dieses Wettkampfes sehr unbekümmert an
diese große Aufgabe herangetreten ist.
Wichtige Organisationsdetails, wie etwa der Transport der Athleten vom
Flughafen zum Hotel und vom Hotel zur Wettkampfstätte mussten erst bei
Eintreffen der Funktionäre der EBFF von diesen organisiert werden, um
ein totales Chaos zu verhindern.
Die Wettkampfhalle war nur sehr dürftig beleuchtet und entsprach nicht
dem Standard, denn man üblicherweise erwarten konnte. Zuschauer suchte
man auf den Rängen vergeblich, die Veranstaltung hatte den Charakter
eines Privatissimums. Eigentlich schade, denn die Qualität der Athleten
war schlicht sensationell.
Österreichs Vertreterin, die Niederösterreicherin Veronika Aranyos,
befand sich in ihrer persönlich besten Form, wurde aber von den
Kampfrichterin völlig übersehen. In der zahlenmäßig am Stärksten
besetzten Body Fitnessklasse über 164 cm belegte Veronica den 11. Platz
und war darüber aus verständlichen Gründen sehr betrübt.
Markant verbessert war ihre Definition, doch diesmal schienen die
Kampfrichter wiederum den weniger definierten Athletentypus – eigentlich
reglementgerecht – zu bevorzugen, was sich in der Siegerin, Michaela
Spickova, die bereits beim Großen Preis von Österreich glänzte,
widerspiegelte. Ergebnisse und Siegerfotos dieses Wettkampfes sind auf
der Homepage der IFBB/EBFF veröffentlicht.
Ein historisches Ergebnis erzielte die deutsche Nationalmannschaft mit
dem Sieg von Diana Goytia in der Body Fitnessklasse bis 164cm. Wie in
den letzten Jahren bereits üblich dominierten jedoch osteuropäische
Athletinnen und Athleten das Wettkampfgeschehen, was sich im Teambewerb
eindrucksvoll belegte, den Tschechien vor der Slowakei und Russland
gewinnen konnte. Die Gesamtsieger in den Klassen Frauen Bodybuilding,
Frauen Fitness und Frauen Bodyfitness wurden ebenfalls mit Polen,
Tschechien und Russland ausschließlich mit osteuropäischen Athletinnen
belegt.
Eine weitere Sensation lieferte Deutschland in der Bodybuilding Klasse
bis 57 kg, wo mit Nina und Angelika Loebart Mutter und Tochter mit sehr
ähnlich entwickelten Körpern das Medieninteresse zu sich zogen, wobei
Angelika, die Mutter, mit dem vierten Platz ihre Tochter, Nina, knapp
bezwingen konnte.
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