Europameisterschaft der Männer und Paare 2004
Budapest /
Ungarn
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Die Österreichische Nationalmannschaft, bestehend aus den Athleten Heinz Weindl, Josef Schwab, Mohammad Alimohammadi, Alexander Sturm und Mario Hemmer und den Funktionären Rudolf Mlcsa und Kasimir Glaser nahm an diesem denkwürdigen Bodybuildingereignis teil, bei dem sich Athleten und Funktionäre aus 31 europäischen Ländern zusammengefunden hatten um die besten europäischen Athleten in den einzelnen Gewichtsklassen zu küren.

Die Unterbringung der Athleten und Delegierten erfolgte im 4-Stern-Hotel „Budapest“, welches zur Danubius-Gruppe zählt. Mit insgesamt 120 teilnehmenden Athleten wurde die Teilnehmerzahl des Vorjahres (St. Petersburg) um rund 25% überschritten.
Die Leistungsdichte in den einzelnen Klassen war enorm, insbesondere
in der Klasse bis 87,5 kg.

Die für mich besten Athleten waren: Hristomir Hristov (Bulgarien/bis 70 kg), Andrej Mozolani (Slowakei/bis 75 kg), Janos Lantos (Ungarn/bis 87,5 kg), Zoltan Vekony (Ungarn/bis 87,5 kg) und Radoslav Slodkiewic (Polen/über 95 kg).
Sensationell stark war das Gastgeberland Ungarn mit einer Reihe von Spitzenathleten vertreten. Wie schon in den vergangenen Jahren dominierten osteuropäische Athleten, vor allem aus Ungarn, der Slowakei und Polen das Wettkampfgeschehen.

Keiner der österreichischen Teilnehmer hatte Chancen auf eine Finalplatzierung. Josef Schwab und Mohammad Alimohammadi schafften den Einzug ins Semi-Finale nicht, Heinz Weindl belegte mit dem 15. Platz den letzten Semi-Final-Platz, Alexander Sturm und Mario Hemmer erzielten mit dem 12. und 11. Platz respektable Leistungen.

Wie die Jungfrau zum Kind war Alexander Sturm zu seinem EM-Ticket gekommen. Frustriert wegen seines 4. Platzes bei den österreichischen Meisterschaften trat er gar nicht bei der EM-Qualifikation an, wurde aber wegen des Ausfalls Jörg Kapfers nachnominiert, unterzog sich einer Anti-Doping-Kontrolle und schaffte doch noch den Sprung ins Team. Wenn man bedenkt, dass er seine Wettkampfdiät bereits am 1.Mai nach der Österreichischen Meisterschaft abgebrochen hatte und erst wenige Tage vor der EM nachnominiert wurde, muss man ihm zu seiner Leistung gratulieren, denn seine Definition war wieder einmal äußerst beachtlich.
Mit fast 113 kg Körpergewicht zählte Mario Hemmer zu den schwersten Athleten der Europa Meisterschaften. Leider konnte er seine Form von den Österreichischen Meisterschaften nicht konservieren und trat etwas glatter, wenn auch in noch sehr guter Form zum Wettkampf an. Für einen Finalplatz hat es diesmal aber noch nicht gereicht, wenn es der sympathische Niederösterreicher dorthin auch von seinem Potential her zweifellos schaffen kann.
Josef Schwab und Mohammed Alimohammadi fehlte es insgesamt einfach noch an Muskelmasse und Muskeldichte um bei einer derart stark besetzten Europa Meisterschaft den Weg in das Semi-Finale zu finden. Heinz Weindl rechtfertigte seine Teilnahme mit einem respektablen Semi-Final-Platz.

ÖABBV-IFBB/Austria Präsident, Mag. Axel Bauer, erhielt ebenso wie EBFF Vizepräsident und Präsident des Polnischen Bodybuilding- und Fitness Verbandes Pawel Filleborn den EBFF Award „for his outstanding contribution to the development of the sport of bodybuilding and fitness in Europe“ verliehen.

 

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