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Bericht und Fotos 
von der Europameisterschaft
der Männer
 2002

Fotos


Das österreichische Nationalteam bestehend aus Manfred Petautschnig (+90 kg), Ronald Ullram (-90 kg), Roman Kronberger (-90 kg) und den die Funktionäre Günther Schulz, Rudolf Mlcsa und Mag. Axel Bauer traf am Freitag dem 17.05.2002 am frühen Nachmittag in Minsk ein, das Einchecken in das Hotel und die Erledigung der üblichen Anmeldeformalitäten nahm aber soviel Zeit in Anspruch, daß die Athleten erst am späten Nachmittag in den Zimmern untergebracht werden konnten, gerade rechtzeitig um sich auf die Abwaage vorzubereiten. 


Die Unterbringung im Hotel und die Organisation des Wettkampfes erfolgten reibungslos und war Manfred Petautsching, der vor fünf Jahren bereits an den Europameisterschaften in Minsk teilnahm, überrascht davon, welchen wirtschaftlichen Aufschwung Minsk seither erfahren hat. Einziger Kritikpunkt der Athleten war die unzureichende Verpflegung, Gott sei Dank hatten sich die Athleten auf Anraten ihre Nahrungsmittel selbst mitgebracht, sonst wäre eine ordnungsgemäße Vorbereitung auf den Wettkampf nicht möglich gewesen. 


Enttäuschend war, daß von den Veranstaltern kein Rahmenprogramm (Sightseeingtour) angeboten wurde, obwohl dies in der Ausschreibung enthalten war. Voller Enthusiasmus war Roman Kronberger in seinen ersten internationalen Wettkampf gegangen.


 Unter den 18 Teilnehmern mußte er zunächst um den Einzug ins Semifinale kämpfen, welches er im Stechen auch erreichte. Dies mag dazu geführt haben, daß er letztlich den respektablen, für ihn persönlich aber enttäuschenden 15. Platz belegte. Offenbar hatten sich die meisten Kampfrichter gar nicht mehr die Mühe gemacht ihn mit anderen Athleten zu vergleichen, denn seine gute Harmonie, seine fließenden Linien und seine dynamische Präsentation der Pflichtposen hätten durchaus auch zu einer höheren Platzierung etwa um den 10. – 13. Platz führen können. Dessen ungeachtet kann man Roman Kronberger nur gratulieren, denn er mußte neben dem Wettkampfstress auch für eine Prüfung bei der Feuerwehr lernen, welche er auch bravourös bestand. Enormes Potential zeigte unser Ronald Ullram: Er befand sich in absoluter Bestform, harmonisch, bestens definiert und extrem muskulös unterliefen ihm nur bei der Präsentation der Pflichtposen kleine Fehler. Er erreichte den 7. Platz unter 19 Teilnehmern, eine ganz hervorragende Leistung. Angespornt durch diesen Erfolgt hat er sich vorgenommen nun umso härter zu trainieren, dann kann bei seiner nächsten Teilnahme durchaus ein Finalplatz, vielleicht sogar eine Medaille drinnen sein.

 Haupthoffnungsträger unserer Mannschaft war naturgemäß der arrivierte, mit entsprechender Wettkampferfahrung und entsprechenden Wettkampferfolgen ausgestattete Manfred Petautschnig, welcher zuletzt bei den World Games in Akita/Japan den 3. Platz belegte und im Vorjahr bei der EM in Aserbeidjan einen Finalplatz erreichte. 


Gerade zu brutal war die Leistungsdichte im Schwergewicht, die ersten 10 Schwergewichtler befanden sich etwa in gleich starker Form und unterschieden sich lediglich in Nuancen. Für mich, einige teilnehmende Schwergewichtler und einige Kampfrichter gab es keinen Zweifel, daß Manfred diesmal eine Medaille erreichen würde. Er befand sich wirklich in ganz fantastischer Form, wenn auch vereinzelt Kritik an der Form seiner Präsentation im Line up und bei den Pflichtposen geäußert wurde. Daß es letztlich „nur“ für den 4. Platz reichte, lag vermutlich auch an der Ostblock dominierten Jury, jedenfalls machte Manfred Petautschnig als einziger Nicht-Osteuropäer in dieser Klasse eine blendende Figur und kann man ihm nur wünschen, daß beim nächsten Antreten auch das notwendige Quäntchen Glück zum Sieg vorhanden ist. 



Die Leistungsdichte bei der Europameisterschaft war erneut unglaublich hoch, ausgenommen vielleicht die Klasse Männer -70 kg. Verschiedentlich gewann man aber den Eindruck, die Athleten würden alle gleich ausschauen. Neben einigen vereinzelten guten Posingküren sah man teilweise – sogar bei den Paaren – jämmerliche Posings. Entsetzt war Prof. Dr. Beuker, Präsident des deutschen Bodybuilding Verbandes und Chairman of the Medical Committee der IFBB über die zahlreichen Fälle von Ölinjektionen und Bitch-Tits - davon waren zirka 16 Athleten betroffen.



   
   
   
   
   

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